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Sie soll überarbeitet werden: Ernst-Peter Müller (links) und Holger Dyhr zeigen die Festschrift zum 1200-jährigen Bestehen bei der Gründungsversammlung des Vereins 1250 Jahre Nieder-Eschbach im Darmstädter Hof.

1250 Jahre

Alles geben fürs Jubiläum von Nieder-Eschbach

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Um ihr 1250-jähriges Bestehen im Festjahr 2022 mit vielen Veranstaltungen und Projektwochen angemessen zu feiern, haben die Nieder-Eschbacher einen Verein gegründet. Es gab aber Diskussionen über die Satzung.

Historische Schule, mittelalterliches Markttreiben, Bürgerfest mit Feuerwerk: Es gibt viele Möglichkeiten, ein Stadtteiljubiläum zu feiern. Nach dem Beschluss des Ortsbeirats 16, das 1250-jährige Bestehen Nieder-Eschbachs in vier Jahren mit Festlichkeiten zu würdigen, hat sich zu diesem Zweck der Verein „1250 Jahre Nieder-Eschbach“ gegründet. „Wir haben bereits einige Ideen zu Veranstaltungen und Workshops zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft Nieder-Eschbachs gesammelt, die die inhaltliche Grundlage für unsere Arbeit bilden“, erklärt der designierte Erste Vorsitzende Holger Dyhr.

Der Zufall will es, dass 2022 auch die durch die hessische Gebietstreform veranlasste 50-jährige Eingemeindung Nieder-Eschbachs zu Frankfurt ansteht. Ein Grund für ein eigenes Fest? „Wir sind selbstbewusste Nieder-Eschbacher und Frankfurter“, räumt Dyhr ein. Man werde die Eingemeindung im Programm zum Stadtteiljubiläum berücksichtigen. „Feiern kann sie dann die nächste Generation.“ Dafür soll Nieder-Eschbach auch im Spiegel der Städtepartnerschaft mit Deuil-La Barre und dem benachbarten Ober-Eschbach betrachtet werden, mit dem man ein gemeinsames Jubiläum feiert (siehe Beistück).

Neben dem angedachten historischen Markt und dem Bürgerfest, das sich im Sommer 2022 anbieten würde, soll der Stadtteil auch aus der Sicht von Senioren, Kindern und Jugendlichen durch Projektarbeiten mit Schulen dargestellt werden. Zur Organisation der Gründungsversammlung informierte sich eine Vorbereitungsgruppe des Ortsbeirats, des Vereinsrings und des Heimat- und Geschichtsvereins Nieder-Eschbach, wie entsprechende Jubiläen in der Umgebung gefeiert wurden. Inspirationen kommen etwa vom Festwochenende „1200 Jahre Ockstadt“ im August 2017. Allerdings gab es auf der Gründungsversammlung Diskussionen zu Punkten der Vereinssatzung.

Denn obwohl der Verein eine breite Öffentlichkeit braucht und passend zum Jubiläum optimistisch auf rund 1250 Mitglieder hofft, gab es kontroverse Ansichten, wie das Verfahren zur Aufnahme von Einzelmitgliedern, Familien und Firmen durchgeführt werden und ob die Mitgliederversammlungen öffentlich sein sollen. „Unsere Pläne und Ziele stellen wir öffentlich vor. Doch wie wir unsere Wege dorthin finden, sollten wir unter den Mitglieder klären und beschließen“, so Dyhr. Man einigte sich darauf, dass der Vorstand Gäste zu den Sitzungen einladen kann. Der Mitgliedsbeitrag wurde vorerst auf 5 Euro monatlich für Erwachsene, 2,50 Euro für Kinder und 10 Euro für Familien angesetzt.

Doch Einzelne fühlten sich durch Regelungen und Kompromisse nicht angesprochen, verließen die Versammlung. Am Ende unterzeichneten 27 Mitglieder die Satzung. Neben dem Vorsitzenden Dyhr wurde Michael Paul zum stellvertretenden Vorsitzenden und Andreas Michalski zum Schriftführer gewählt, Beate Lamb, Regine Freundt, Ernst Müller und Wolfram Reuter zu Beisitzern. Ein Kassierer fehlt noch. „Wir wollen uns nicht nur auf die Förderung durch die Stadt verlassen, sondern brauchen neben den Mitgliedsbeiträgen auch Spenden und Sponsoren“, so Dyhr. Zunächst wird der neue Vorstand die weiteren Angelegenheiten und Eintragung ins Vereinsregister regeln. Die Mitgliederversammlung soll jeweils bis zum 30. Juni eines Kalenderjahrs einberufen werden. „In zwei Jahren werden wir einen Zeitplan für unsere Festveranstaltungen haben“, so Dyhr.

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