Burgholzhausen

Alte Eisenbahnbrücke abgerissen - Zugverkehr unterbrochen

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Bahnreisende zwischen Friedrichsdorf und Rosbach müssen seit gestern erhebliche Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Die Verbindung ist wegen einer Brückensanierung vollständig gesperrt.

Wo noch am Mittwoch die Züge der Linie RB 16 der Hessischen Landesbahn (HLB) zwischen Friedrichsdorf und Rosbach verkehrten, geht seit gestern Morgen nichts mehr. Grund: Große Teile der alten Eisenbahnbrücke bei Burgholzhausen waren zu diesem Zeitpunkt abgerissen worden.

Es ist eine Sanierung, die langfristig geplant und vorbereitet wurde. Am Dienstag war schließlich schweres Arbeitsgerät in Stellung gebracht worden. Dazu zählten ein über 30 Meter hoher Baukran, zwei Schaufelbagger, ein hydraulischer Bohrer sowie eine Raupe. In der Nacht zum Donnerstag, ab 0 Uhr, war es dann so weit. Die Abrissarbeiten begannen.

Zunächst mussten etwa 50 Meter lange Teilstücke der Gleise samt der darunter befindlichen Schwellen im Bereich der Brücke gelöst und mit dem Kran entfernt werden. Danach kamen die übrigen Baumaschinen zum Einsatz.

Die aus Mauersteinen und Beton errichtete alte Brücke wurde Stück für Stück abgetragen und sofort mit Transportfahrzeugen weggefahren. Ziel war ein nebenan liegendes freies Gelände, auf dem der Bauschutt zwischengelagert wird. Da die neue Brücke erheblich breiter als die alte ist, muss auf beiden Seiten der circa fünf Meter hohen Böschung, auf der die Schienen verlegt sind, die derzeitige Brückenbreite um jeweils zwei Meter erweitert werden.

„Wir sind voll im Zeitplan“, sagte Polier Mijo Cvijetkavic. Am heutigen Freitag wird die schon bereitstehende und vor einigen Wochen betonierte neue 800 Tonnen schwere Stahlbeton-Brücke mit hydraulischem Gerät auf ihren endgültigen Standplatz geschoben. Die Entfernung vom jetzigen zum endgültigen Standplatz beträgt 14 Meter. Da die Brücke pro Stunde um fünf Meter verschoben werden kann, dürfte dieser Teil der Arbeiten in drei Stunden abgeschlossen sein, sagte Polier Cvijetkavic.

Vorher müssen jedoch nach Abriss der alten Brücke die bereits betonierten und bereitstehenden Fundamentteile verlegt werden. Sie soll für den nötigen Untergrund der Brücke sorgen. Ist auch das abgeschlossen, kann die jetzt noch bestehende 50 Meter lange Gleislücke mit den erforderlichen Schienenteilen geschlossen werden. Laut Information der HLB soll der Zugverkehr für insgesamt fünf Tage gesperrt bleiben.

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