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Literarisch im Mittelpunkt: Ananta Corte stellte beim Heimspiel auf dem Rettershof ihr erstes Buch vor

Buchvorstellung

Ananta Corte stellt hier ihr Premieren-Werk auf dem Rettershof vor

Die Kelkheimerin nimmt Anleihen bei Märchen. Davon konnten sich die Teilnehmer eines literarischen Spaziergangs überzeugen.

Ein weißer, schlichter Einband und nur drei Worte prägen den Buchumschlag: „Erzähl mir Liebe“. So lautet der Titel des Debütromans von Anante Corte. „Thema sind verschiedene Arten von Begegnungen und unterschiedliche Formen von Liebe“, beschreibt die Autorin ihr Erstlingswerk. Passend zum Thema des Buches ist auch der Veranstaltungsort: der Rettershof, der trotz des Brandes vor ein paar Wochen immer noch eine romantische Atmosphäre ausstrahlt und unter dessen alter Linde der erste Halt des literarischen Spaziergangs ist.

Für ihr Buch greife sie auf ihre vielseitigen Erfahrungen als Life-Coach zurück. Das, was sie beobachtet habe, und das, was der Mensch zum Heilen brauche, habe sie in dem Roman verarbeitet. Dabei bilden Märchen einen besonderen Bestandteil ihrer Geschichte: „Entwicklung passiert. Märchen ermöglichen dabei auf ihre Weise Transformation und Metamorphose“, sagt Ananta Corte. „Märchen nutzen phantastische Elemente, um Fehler wieder gut zu machen.“ Eben aus diesem Grund wählt die Autorin als erste Geschichte ein Märchen. Mit dem Satz „Es war einmal“ mutet die Geschichte sehr der allgemein bekannten Grimm’schen Erzählweise an, nimmt dann Ähnlichkeiten mit Hauffs Märchen „Das kalte Herz“ an und ist doch ganz anders.

Ihre Inspiration habe die Kelkheimerin von ihrer Adoptiv-Großmutter, die ihrerseits viel schrieb. Zum Life-Coachen sei sie eher durch Zufall gekommen. „Ich habe mir viele Bausteine zusammengesucht. Alles, was mir auf meinem Weg begegnete, habe ich geprüft und mitgenommen“, erzählt die Newcomerin. Für ihr Buch habe sie ganz unterschiedliche Kritik bekommen. „Es gibt einige, die das Buch verschlingen und regelrecht in die Geschichte eintauchen. Dann wiederum gibt es Leser, die sich mit der Lektüre etwas schwerer tun“, sagt sie.

Manuela Kaiser, die bei dem literarischen Spaziergang rund um den Rettershof dabei ist, zählt zu den begeisterten Lesern und sagt spontan: „Das Buch ist sehr dicht und nicht für jeden Etwas. Dabei ist es sehr berührend, aber auch verwirrend.“ Ein weiterer Fan von Ananta Corte ist der Fischbacher Antiquar Gerd Taron. Beide kennen sich bereits viele Jahre und haben seit der Erscheinung in einem Self-Publishing-Verlag schon mehrere Veranstaltungen zusammen gemacht. „Wenn mir ein Buch gefällt, dann organisiere ich zum Beispiel solche Spaziergänge“, sagt er. Den Rettershof als Veranstaltungsort habe er deshalb gewählt, da dieser sein „literarisches Zuhause“ sei. „Ich kenne hier fast jeden Grashalm“, lacht er. Auch Ananta Corte, die unter anderem auch einen Wohnsitz in Wiesbaden hat, ist mit dem Rettershof verbunden. „Ich bin in Ruppertshain aufgewachsen“, erzählt sie. Zu sehen und zu hören ist sie dieses Jahr unter anderem am 7. September im Restaurant „fair.liebt“ in Wiesbaden. Ihr Buch „Erzähl mir Liebe“ kann für 18,90 Euro per E-Mail (bestellung@erzählmirliebe.de) bestellt werden.

(vdw)

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