Anklage auch wegen Verstößen gegen das Waffengesetz

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Hans-Martin G. muss sich vor dem Limburger Landgericht nicht nur wegen Untreue, sondern auch wegen mehrerer Verstöße gegen das Waffengesetz verantworten.

Hans-Martin G. muss sich vor dem Limburger Landgericht nicht nur wegen Untreue, sondern auch wegen mehrerer Verstöße gegen das Waffengesetz verantworten. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die Verfahren verbunden werden.

Gestern kam die Anklage der Siegener Staatsanwaltschaft nur am Rande zur Sprache. Die Kammer will noch ein weiteres, beim Landeskriminalamt in Wiesbaden in Auftrag gegebenes Gutachten abwarten.

Staatsanwalt Andreas Karl listete bei der Verlesung der Anklage die Vorwürfe und die bei einer Hausdurchsuchung bei G. sichergestellten Waffen auf. Am Ende des ersten Verhandlungstages sprach der Vorsitzende Richter den 63-Jährigen kurz darauf an. Auch in diesem Punkt räumte G. alles ein. „Ja, diese Waffen hätte ich nicht besitzen dürfen“, sagte er. Laut Waffenschein hätte er zwei Kurz- und zwei Langwaffen haben dürfen.

Die Ermittler entdeckten eine ansehnliche Militaria-Sammlung, darunter zwei Maschinengewehre, außerdem Sturmgewehre vom Typ MP 44 sowie Gewehre vom Typ 98, verschiedene Büchsen und Repetierbüchsen, eine Vorderschaftrepetierflinte (eine sogenannte Pumpgun) und ein Fallmesser. Dazu Hunderte (teilweise Manöver-)Patronen. An Pyrotechnik beziehungsweise pyrotechnischer Munition fanden die Beamten Leuchtkörper und Leuchtpatronen.

Er sei in keinem Schützenverein gewesen, erklärte G. Den Waffenschein habe er aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer Reservisten-Arbeitsgemeinschaft der Bundeswehr bekommen.

( hei)

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