Tradition

Anna Brech will Frankfurter Apfelweinkönigin werden

Jedes Jahr küren die Sindlinger ihren „Apfelweinkönig“. Dieses Jahr könnte eine Königin dazu kommen. Annabell-Sophie Brech hat sich um die Krone der Frankfurter Apfelweinkönigin beworben – und ist unter die letzten Vier gekommen.

Die jährliche Kür des Sindlinger Apfelweinkönigs geht auf die Kirchweih und den katholischen Familienkreis zurück, der das Verkosten und Wählen des besten Stöffchens organisiert. Auch Annabell-Sophie Brechs Kandidatur um die Frankfurter Apfelweinkrone ist dem Familienkreis zu verdanken. „Sie wissen, dass ich gerne Apfelwein trinke. Als die Ausschreibung in einem Anzeigenblatt veröffentlicht wurde, haben sie vorgeschlagen, dass ich mich bewerbe“, erzählt die hochgewachsene, schlanke 20-Jährige, die als Messdienerin in der Gemeinde aktiv ist.

Gesagt, getan. Sie verfasste ein Motivationsschreiben, Mutter Queenie filmte sie fürs Bewerbungsvideo im heimischen Garten vorm Apfelbaum – zu sehen auf der Internetseite der Vereinigung Frankfurter Apfelweinwirte, . Annabell erklärt darin ihre Liebe zum erfrischenden „Äppler“, den sie allen anderen Getränken vorzieht – am liebsten sauer, mit wenig Wasser. Ihr Lieblingsstöffche stammt aus Weilbach, wo sie mit ihrem Freundeskreis jedes Jahr zusammen keltert.

Das ist aber keine Voraussetzung, um Frankfurter Apfelweinkönigin zu werden. Vielmehr komme es darauf an, „die Liebe und Leidenschaft zum Apfelwein zu repräsentieren“, sagt Annabell Brech und zeigt auf ihren neuen Bembel. Ihre Freunde haben ihn ihr zum 20. Geburtstag geschenkt, weil sie das Frankfurter Traditionsgetränk so gerne mag. „Prinzhessin“ steht darauf, mit „h“ in der Mitte. „Wäre doch schön, wenn daraus eine Königin würde“, lächelt sie.

Dass Annabell aus Sindlingen stammt, dem Stadtteil ganz im Südwesten in der Peripherie, in dem die Apfelweintradition mit vielen Selbstkelterern noch äußerst lebendig ist, dürfte ein Pluspunkt in ihrer Bewerbung sein. „Es wäre eine Ehre für unseren Stadtteil im äußersten Westen, wenn die Frankfurter Apfelweinkönigin von hier käme“, findet die junge Frau, die eine duale Ausbildung zur Chemielaborantin und Chemieingenieurin im Industriepark Höchst absolviert.

Trotzdem macht sie selbst keine Werbung für sich. Das besorgen Eltern, Freunde und der Familienkreis. Namhafte Unterstützer hat sie trotzdem gefunden. In ihrer Bewerbung erwähnte sie, dass sie ein Fan der „Löwen“ ist und bei den Spielen des Frankfurter Eishockeyvereins gerne einen Äppler trinkt. „Nun wurde ich von der PR-Abteilung der Löwen kontaktiert. Sie wollen mich unterstützen und ein Video mit mir drehen, das zu Beginn der Abstimmung auf ihrer Facebook-Seite geschaltet werden soll“, freut sie sich: „Da schlug mein kleines Löwenherz gleich dreimal schneller“.

Sollte die Sindlingerin Annabell Brech Frankfurter Apfelweinkönigin werden, werden vor allem repräsentative Aufgaben auf sie zukommen. Die dürften ihr nicht schwerfallen: Als Mitglieder der Hattersheimer Showtanzgruppe „Wild Wings“ sind sie und ihre Mutter daran gewöhnt, mit Schminke und Frisierzeug umzugehen, um einen glanzvollen Auftritt auf dem Parkett zu absolvieren. Die Abstimmung läuft vom 9. bis 16. August unter der Adresse . Gekrönt wird die neue Frankfurter Apfelweinkönigin während des Frankfurter Apfelweinfests am Freitag, 17. August.

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