Umgestaltung

Arnsberg-Platz soll grüner werden

Fast seit dem ersten Tag wünschen sich die Nachbarn des Paul-Arnsberg-Platzes seine Umgestaltung. Nun könnte Bewegung in die Sache kommen. Den wenn es nach dem Ortsbeirat 4 geht, soll die Stadt schon bald mit den Planungen beginnen.

Hört man sich bei den Bewohnern des Ostends um, wird einem schnell klar – beliebt ist der Arnsberg-Platz nicht. Betonwüste oder Schandfleck sind noch die harmloseren Beschreibungen. Einst wurde er als grüner Rückzugsort für Jung und Alt versprochen. Doch die Realität enttäuschte.

Anwohner wünschen sich deshalb schon lange eine Umgestaltung der Anlage. Nun kommt langsam Bewegung in die Angelegenheit. Der Ortsbeirat 4 (Ostend) stimmte in seiner jüngsten Sitzung nun für eine Weiterentwicklung des Platzes.

Der Platz unweit der EZB, so heißt es in der Begründung des fraktionsübergreifenden Antrags von SPD, Grünen, CDU, FDP und Den Frankfurtern (dFFM), zeige eine typische Gestaltung aus der Jahrtausendwende. Den heutigen Ansprüchen entspreche der Platz jedoch nicht. Vor allem die im Sommer unerträgliche Hitze auf dem Betondreieck und der Mangel an Grünfläche sorge für wenig Aufenthaltsqualität. Deshalb soll die Stadt die Planungen für eine Weiterentwicklung des Platzes aufzunehmen, um den Anforderungen der „Folgen der Klimaerwärmung“ gerecht zu werden. Dafür seien „mehr Bäume, die in Gruppen stehen könnten, eine Pergola und eventuell ein Wasserspiel für Kinder“ denkbar.

Die Antragssteller greifen damit auch die Ideen der Paul-Arnsberg-Platz-Initiative auf. Die aus dem Verein Lebenswertes Ostend hervorgegangene Gruppe hat es sich zum Ziel gemacht, mit ihrem Engagement dem Platz zu mehr „Aufenthaltsqualität“ zu verhelfen. Bereits im März hatte die Initiative drei Ideen zur Umgestaltung vorgestellt. Die Vorschläge reichten von kleinen Umgestaltungen mit Hochbeeten und natürlichen Schattenspendern, über eine teilweise Entsiegelung des Platzes bis zur vollständigen Entsiegelung inklusive Verkehrsberuhigung der angrenzenden Rückertstraße.

Heute sei man weiter mit den eigenen Planungen, sagte Gudrun Schmidt, Sprecherin der Initiative. „Wir versuchen aus den drei Modellen, die Aspekte, die am ehesten zusammenpassen zu nehmen und in einen Entwurf zusammenzubringen. Dafür werden wir ab Oktober einen Volkshochschulkurs in Sachen Stadtplanung besuchen, damit wir unsere Ideen sinnvoll einbringen können.“

Möglichkeit dazu solle es auf jeden Fall geben, das habe man seitens der Stadt versprochen, sagte Schmidt. Die Umgestaltung des Paul-Arnsberg-Platzes könnte sogar eine Art Modell für Bürgerbeteiligung werden, heißt es aus dem Umweltdezernat.

„Planungen an den Bürgern vorbei sind sinnlos, wie man jetzt sieht“, sagte Alexandra Chmielewski, Sprecherin von Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). „Dieser Sommer hat gezeigt, dass wir durch die Versiegelung großer Flächen in der Innenstadt Probleme bekommen. Das Ziel muss sein, den Platz nachhaltig zu begrünen. Wir versuchen deshalb die Bürger einzubinden, die kennen sich am besten in ihrem Viertel aus.“ Dass die Stadt das Problem erkannt hat und Bereitschaft zur Veränderung zeigt, darf den Anwohnern Hoffnung machen, dass sich der Wunsch nach einem grünen Fleck mitten im Stadtteil doch noch erfüllt. Der nächste heiße Sommer kann kommen.

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