Brand

Der Atzelbergturm soll bald wieder aufgebaut werden

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Nach langen Monaten scheint die Planung zum Wiederaufbau des abgebrannten Atzelbergturms endlich konkret zu werden - bis zum 10. Oktober.

Vielleicht überholt der Rettershof noch den Atzelbergturm? Die beiden bekannten Gebäude in der Möbelstadt sind im Sommer 2017 (Turm) und 2018 (Hofgut) zum Teil abgebrannt. Es gibt jeweils Absichtserklärungen, sie wieder aufzubauen. Doch beim Atzelbergturm geht das ganze Vorhaben sehr schleppend voran. Vor 15 Monaten war der Brand – erst jetzt zeichnet sich ein Licht am Ende des Tunnels ab. Denn das Problem war nach dem schon zweiten Feuer im Turm, dass die Versicherung ihren Vertrag mit der Stadt kündigte. Ihr war das Risiko einfach zu hoch. Einen neuen Partner zu finden, das hat der Verwaltung Kopfzerbrechen bereitet. Ohne Versicherung geht es nunmal nicht.

Bis zum 10. Oktober soll hier aber eine Entscheidung getroffen und ein neuer Versicherer gefunden sein, teilt Bürgermeister Albrecht Kündiger nun auf Anfrage mit. Die Kommune hat dabei einen neuen Weg eingeschlagen und sich Angebote für mehrere kommunale Gebäude zusammen eingeholt. Kündiger hat die Vorgabe gemacht, dass der neue Geschäftspartner in dem großen Gesamtpaket auch den schwierigen Atzelbergturm mit versichern soll. Das klappt wohl, die Verhandlungen sind auf der Zielgeraden. Auch der Rettershof wäre nach dem Brand im Stallgebäude dort dann mit drin.

Klar wäre damit zwar die Versicherung – doch offen ist das weitere Vorgehen schon noch. „Mein Ziel ist es, den Turm wieder aufzubauen“, betont Kündiger erneut. Doch dafür will er sich die offizielle Rückendeckung durch einen Beschluss des Stadtparlaments holen. Denn der Bürgermeister ist noch unsicher, wie alle Kelkheimer über den Turm nach zweimaligem Brand denken. Die alte Versicherung würde etwas weniger als 300 000 Euro für einen Wiederaufbau zahlen. Und einen wiederum etwas geringeren Betrag, sollte die Stadt keinen Turm mehr wollen. Offen ist auch, ob in Holz- oder Stahlbauweise: Einige Versicherungen bevorzugen Stahl, aber nicht alle. Auch ein Metallkonstrukt könnte sich im Brandfall verbiegen, betont Kündiger. Früher war auch das Vorgängermodell, der Luisenturm, aus Stahl. Doch die heutigen Eppenhainer kennen vor allem noch die Holz-Varianten.

(wein)

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