. . . und beim Fischerstechen wurden Geschichten geschrieben

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Um das Fischerstechen mit eigenen Augen zu sehen, mussten Besucher ganz nahe an die Uferböschung treten – so voll war der Platz am Main gestern Nachmittag.

Um das Fischerstechen mit eigenen Augen zu sehen, mussten Besucher ganz nahe an die Uferböschung treten – so voll war der Platz am Main gestern Nachmittag. Eine Position in den vorderen Reihen lohnte sich, denn auf dem Wasser wurde es spannend. 13 Männer und zwei Frauen versuchten bei den Wettkämpfen, ihr Gegenüber mit einer langen Stange vom Boot zu stoßen.

Für die nötige Beschleunigung sorgten Paddler des Oberurseler Vereins „Kunstgriff“. Beim Vorbeifahren der Boote schwangen die Stecher die Stangen, versuchten nach strengen Regeln, den Gegner ins Straucheln zu bringen – und wie jedes Jahr schrieb das Fischerstechen auch diesmal besondere Geschichten. Beispielsweise die zweier Losgewinner: Aufgrund der ungeraden Teilnehmerzahl erhielt Eric Macek von der TSG Eddersheim ein Freilos fürs Viertelfinale. Dort traf er auf Christian Nauheimer vom FCE, der nach dem Ausscheiden in der ersten Runde als „Lucky Loser“ zurückkehren durfte. Das Duell endete mit dem Sieg des Handballers Macek, der es schließlich bis auf den dritten Platz der Gesamtwertung schaffte.

Spektakulär war das Aufeinandertreffen von Titelverteidiger David Dehnst und dem erfahrensten Teilnehmer, Stefan Häb. Beide gingen beim ersten Anlauf zusammen ins Wasser – doch Häb war es trotzdem knapp gelungen, den Vorjahressieger zu entthronen. David Dehnst hatte die Wasseroberfläche einen Moment früher berührt. Und dann war da auch noch die Geschichte von Jan Mittendorf: Das Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr schaffte es gleich bei seiner ersten Teilnahme auf die Spitze des Siegertreppchens. Mittendorf triumphierte im Finale über die Erfahrung von Stefan Häb. Einen Sieg durfte Familie Häb trotzdem mit nach Hause nehmen: Ehefrau Julia Häb verteidigte ihren Titel im einzigen Frauen-Duell gegen Jenny Ruppert. Für das kommende Jahr würde sich der Vereinsring über mehr weibliche Teilnehmerinnen freuen.

( sas)

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