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Wegen Arbeiten auf der A 66 kommt es rund um Höchst zu Behinderungen. Eine Baustelle in der Königsteiner Straße sorgt für weitere Staus.

Baustelle

Berufsverkehr kommt in Goten- und Königsteiner Straße zum Erliegen

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Eine Baustelle bremst in der Königsteiner Straße den Verkehr in Richtung Sulzbach aus. Sie sorge für lange Staus, sagen Autofahrer – was die Stadt nicht nachvollziehen kann.

Nichts ging mehr am vergangenen Dienstagnachmittag für Axel Knauber auf dem Weg von Frankfurt-Höchst nach Sulzbach. „Für eine Strecke, die ich sonst in zehn Minuten schaffe, brauchte ich eine halbe Stunde“, erzählt er. Schon vor dem Höchster Klinikum stand er in der Gotenstraße im Stau, bis zur Autobahn A 661. „Selbst als ich versuchte, Schleichwege zu nutzen, wurde es nicht besser.“ Erst ab der Autobahn ging es in der Königsteiner Straße wieder zügiger voran. Für ihn ist klar: Schuld ist eine Baustelle kurz vor der Autobahn.

In Höhe der Königsteiner Straße 190 verengt eine Baustelle die Fahrbahn nach Norden von zwei auf eine Spur. „Und das, während die Autobahnauffahrt Kelkheim gesperrt ist.“ Gerade jetzt die Baustelle einzurichten, sei doch widersinnig, findet Knauber. „Alle Autos wollen nun hier auf die Autobahn. Die Königsteiner Straße ist jetzt ein besonders enges Nadelöhr, jeder muss hier durch.“ Schon in der vorigen Woche sei daher auf der Königsteiner mehr Verkehr gewesen als sonst, sagt der Raumausstatter.

Nicht nachvollziehen kann Gert Stahnke, Leiter der Straßenverkehrsbehörde, die Situation vom Dienstag. Sein Amt genehmigt die Baustelleneinrichtung auf Frankfurts Straßen und soll die Baustellen so aufeinander abstimmen, dass der Verkehr trotzdem möglichst gut fließt. „An der Baustelle alleine können die geschilderten Staus am Dienstag nicht gelegen haben.“ Andere Faktoren müssten hinzu gekommen sein.

Zwar verenge sich die Königsteiner Straße an jener Baustelle, sagt Stahnke. Doch von dort bis zur nächsten Ampel, die bestimme, wie leistungsfähig die Straße sei, sei noch etwas Platz vier oder fünf Fahrzeuge könnten sich vor der Ampel auf die beiden Spuren verteilen. „Das reicht, damit der Verkehr zügig weiter fließt.“ Sein Amt nehme den Hinweis aber ernst und werde die Situation beobachten. Gebaut werde bewusst in den Ferien, weil dann weniger Fahrzeuge unterwegs sind.

Unter zeigt die Stadt im Internet die aktuelle Verkehrslage. Dort war gestern, Mittwoch, 10. Oktober, zu sehen, dass sich der Verkehr um 16.10 Uhr vor der Baustelle in die Gotenstraße bis zum Sossenheimer Weg staute.

Wegen einer Fahrbahnerneuerung wird die A 66 übrigens zwischen der Anschlussstelle Zeilsheim und dem Autobahndreieck Eschborn am Montag, 16. Oktober, erneut gesperrt. Dann ist auch die Auffahrt Höchst in Richtung Frankfurt gesperrt. Die Umleitung führt auf der A 66 nach Westen, wo die Fahrzeuge an der Anschlussstelle Zeilsheim wenden können.

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