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Frankfurt am Main 22.08.2018, Innenstadt, Nordarkade, Bockenheimer Landstrasse 124, KfW-Bank, Bienenführung. (c) Foto Rainer Rüffer

Biodiversität

90 000 Bienen auf dem Firmendach

Albert Einstein sagte „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch noch vier Jahre zu leben“. Wie wichtig die Biene wirklich ist und wie leicht wir sie unterstützen können, zeigt eine Bienenführung der KfW-Stiftung.

Seit 2011 züchtet die Stiftung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gemeinsam mit einem erfahrenen Imker Honigbienen auf dem Dach ihrer Nordarkade in der Bockenheimer Landstraße. Vier Völker leben in den Kästen auf der von Kräutern und Wildpflanzen bewachsenen Dachfläche - also etwa 80 000 bis 90 000 Bienen insgesamt.

Mit dem Projekt will die KfW-Stiftung die biologische Vielfalt in und um Frankfurt fördern. „Biodiversität ist ein schwieriges Thema, weil alles eng miteinander verknüpft ist“, erzählt Projektleiterin Pia Puljanic. Es sei wichtig, dass alle Arten ihres dazu tun, um diese Vielfalt zu erhalten. „Auch wir Menschen. Denn unsere Rasse ist dafür verantwortlich, dass viele Tier- und Pflanzenarten bedroht sind“, so Puljanic. Dabei sorge eine erhöhte biologische Vielfalt zum Beispiel dafür, dass auch der Mensch besser mit den Auswirkungen der Klimaerwärmung zurecht kommt.

Das Bienenprojekt soll daher gleichzeitig auch Aufklärungsarbeit leisten. So werden für die Mitarbeiter der KfW regelmäßig Führungen angeboten. Bevor es dabei zu den Bienenstöcken auf das Firmendach geht, klärt ein Imker über die Lebensweise der Honigbienen und das Imkern auf. Und auch darüber, wie man Bienen und biologische Vielfalt ganz leicht unterstützen kann.

Wer im Besitz eines Gartens ist, könne zum Beispiel statt grünem Rasen künftig auf Blühwiesen setzen. Das freut nicht nur die Honigbienen, sondern dient gleichzeitig auch der Artenvielfalt. Denn auch die Hosenbiene und die Sandbiene, die auf bestimmte Umweltbedingungen angewiesen sind, könnten dort passende Blütenpollen finden. Lokale Pflanzen und Stauden sind für Bienen ebenfalls verlockend.

Auch für diejenigen, deren eigener Garten eher ein Wunschtraum ist, gibt es ein paar Tipps vom Imker: So kann es zum Beispiel schon helfen, lokales Obst der Saison zu kaufen und auch beim Honigkauf auf den lokalen Imker zu setzen. Bei der KfW-Stiftung ist man stolz auf den eigenen Honig vom Firmendach. Und so darf am Ende des Vortrags dann auch jeder der Teilnehmer einmal probieren.

War die Bienenführung bisher vor allem für die Mitarbeiter der KfW ausgelegt, sollen künftig auch interessierte Bürger daran teilnehmen können „Gäste sind uns immer Willkommen“, sagt Puljanic. Denn auch wenn die Projektleiterin Einsteins Zitat nicht ganz so drastisch sieht, sei die Vermittlung von Biodiversität sehr wichtig.

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