Als die Bilder in Frankfurt laufen lernten

Frankfurts Kinogeschichte reicht bis ins Jahr 1906 zurück. Damals gründete August Haslwanter das „Kinematographen-Theater“ in der Kaiserstraße, auch der einstige Frankfurter Kaufhauskönig Hermann Wronker mischte dabei mit.

Frankfurts Kinogeschichte reicht bis ins Jahr 1906 zurück. Damals gründete August Haslwanter das „Kinematographen-Theater“ in der Kaiserstraße, auch der einstige Frankfurter Kaufhauskönig Hermann Wronker mischte dabei mit. Schon in den zehn Jahren zuvor hatten Wanderkinos immer wieder Filmvorführungen organisiert. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 entstanden insgesamt 29 Lichtspielhäuser, vor allem rund um die Kaiserstraße und die Konstablerwache. Anfang der 1930er-Jahre wurden bereits 58 Kinos registriert.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 mussten allerdings viele jüdische Lichtspielbetreiber fliehen. Bei den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg wurden die meisten Einrichtungen zerstört. Eine Ausnahme: das 1912 eröffnete „Scala“ in der Schäfergasse, das heute unter dem Namen „Eldorado“ das älteste Kino Frankfurts ist.

Nach dem Krieg eröffneten schnell wieder neue Lichtspielhäuser: etwa das „Luxor“ am Hauptbahnhof, das „Metro“ im Schwan und der „Turm-Palast“ am Eschenheimer Turm. 85 waren es im Jahr 1959 im Stadtgebiet – vom kleinen Stadtteilkino bis zum großen Filmpalast. Mit der Erfindung des Fernsehens begann aber der Niedergang. Ende der 1960er-Jahre gab es am Main nur noch 30 Häuser, inzwischen ist ihre Zahl auf zehn geschrumpft. bid

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