Brand

500.000 Euro Schaden bei Wohnhausbrand

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Die Kinder waren allein zu Haus, die Eltern im Urlaub. Aus ungeklärter Ursache brach ein Feuer aus, welches das Gebäude unbewohnbar machte.

Na das ist wahrlich eine schlimme Überraschung für ein Elternpaar: sie sind im Urlaub und ihre Kinder im Teenageralter erleben einen Brand in dem gerade frisch sanierten Einfamilienhaus in Langen. Die schwarzen Rauchstellen an der schönen Hausfassade sind nicht zu übersehen – das ausgebrannte Dach ist mit einem Notdach geschützt.

Zum Glück geht es beiden Jugendlichen – bis auf eine leichte Rauchvergiftung bei dem 19-Jährigen – gut. Auch die vier Freunde des jungen Mannes, die in der Nacht mit im Haus waren, sind unverletzt. Das Haus allerding ist jetzt erst einmal unbewohnbar. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 500.000 Euro und ermittelt noch nach der Brandursache. Unsere Eltern sind sauer, sagte die Tochter des Hauses. Sie wußte gestern noch nicht, wann die Urlauber nach Hause kommen.

Auch für die Feuerwehr Langen war der Einsatz Nummer 27 im Jahr 2016 kein einfacher. Um 4.02 Uhr am Mittwochmorgen wurde die Einsatzabteilung alarmiert: „Feuer mit Menschleben in Gefahr,“ kam die Nachricht aus der Einsatzzentrale in Dietzenbach. Genau zehn Minuten später trafen die Feuerwehrleute in der Mierendorffstraße ein. Der Rauch drang aus mehreren Fenstern des ersten Obergeschosses.

Menschen waren zu diesem Zeitpunkt keine mehr in dem Gebäude, schreibt der Pressesprecher der Langener Feuerwehr, Christian Buchold. Das Löschen des Brandes war nicht einfach und auch gefährlich für die Feuerwehrleute: Aufgrund des fortgeschrittenen Brandverlaufs und der massiven Verrauchung über alle Geschosse in dem komplexen Wohngebäude gab es wenig Sicht.

Ein Atemschutztrupp musste sich sogar selbst über eine der drei angestellten Leitern vom Balkon im ersten Obergeschoss ins Freie retten. Grund hierfür war die plötzliche Brandausbreitung über mehrere Räume. Beide Feuerwehrleute blieben glücklicherweise dank der hochwertigen Schutzkleidung und der Möglichkeit der unverzüglichen Selbstrettung unverletzt.

Ein zweiter Trupp übernahm die weitere Brandbekämpfung im Gebäude. Da sich das Feuer über das Innere der Dachkonstruktion in den Spitzboden des Gebäudes ausgebreitet hatte, setzen die Blauröcke zwei Hubrettungsfahrzeuge der Feuerwehr Langen ein und öffneten das Dach um so die Flammen zu löschen. Der Einsatzgruppe aus Langen kamen noch Feuerwehrleute aus Egelsbach zu Hilfe. Insgesamt waren 20 Atemschutztrupps unterwegs, um die Flammen in den Griff zu bekommen. Zehn Fahrzeuge der Feuerwehren waren in der Mierendorffstraße im Einsatz. Nach rund zwei Stunden war der Brand unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten sowie die Sicherung des Objekts mit einer speziellen Plane, welche die Langener von der Wehr in Dietzenbach bekam, zogen sich bis in die Mittagsstunden.

Damit die Feuerwache in Langen wegen des umfangreichen Einsatzes nicht unbesetzt blieb, halfen Mitglieder der Feuerwehr Offenthal aus, um den Grundschutz für die Städte Langen und Egelsbach sicherzustellen.

Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter .

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