Großeinsatz in Neu-Isenburg

Familie grillt im Haus - elf Verletzte

Elf Menschen mussten am Sonntagabend mit Rauchvergiftungen in Krankenhäusern behandelt werden, nachdem eine Neu-Isenburger Familie ihren Grill im Haus angefeuert hatte.

Zahlreiche Rettungskräfte rückten am Sonntag gegen 20 Uhr in die Hermannstraße in Neu-Isenburg aus, nachdem sie von Anwohnern verständigt waren, die über Übelkeit und Schwindelgefühle klagten.

Die Ursache der Beschwerden war rasch gefunden: Bei einer Feier im Familien- und Freundeskreis war gegrillt worden - anfangs im Freien, später im Hausinnern. "Die haben draußen angefangen. Als es ihnen dort zu kalt wurde, haben sie den Grill halt genommen und in die Wohnung geschleppt. Die Kollegen haben dieses Vorgehen als semi-intelligent bezeichnet", kommentiert ein Polizist. Die Anwesenden erlitten binnen Minuten Rauchvergiftungen.

Insgesamt elf Menschen - sechs Kinder und fünf Erwachsene - mussten mit Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht werden. Wie Armin Müller vom Polizeipräsidium Osthessen mitteilt, ist aber niemand lebensgefährlich verletzt.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Unter anderem soll geklärt werden, ob einer oder mehrere der Beteiligten sich der fahrlässigen Körperverletzung schuldig gemacht haben könnten.

cb

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