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Die Hühner-Stallanlage des Margarethenhofs Karben-Kloppenheim an der B3 zwischen Karben und Bad Vilbel wurde, nachdem dort ein Großbrand ausgebrochen war, gelöscht. Einige tausend Legehennen starben beim größten Eierproduzenten im Rhein-Main-Gebiet

Feuer

Großbrand auf Hühnerhof in Karben gelöscht: 5000 Hühner sterben

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Bei einem Großbrand in einem Stall für Legehennen sind 5000 Tiere ums Leben gekommen. Die etwa 100 Einsatzkräfte konnten das Feuer bis zum frühen Nachmittag löschen. Die Brandursache ist noch unklar. Die riesige Rauchwolke war nördlich von Frankfurt weithin sichtbar.

Einige Kunden in Supermärkten im Rhein-Main-Gebiet müssen sich in den kommenden Wochen darauf einstellen, dass sie ihre gewohnten Eier vom Margarethenhof in Karben nicht mehr bekommen können: Eine der Stallanlagen des Familienbetriebs ist am Freitagmittag zur Hälfte niedergebrannt. 5000 Legehennen sind tot.

Zwei von vier Ställen in der Anlage, die direkt neben der B3 zwischen Bad Vilbel und Karben liegt, brannten komplett nieder. In den Ställen waren rund 10 000 Legehennen untergebracht. Die Hälfte der Tiere habe sich retten können, erklärt Karl Wilhelm Kliem vom Margarethenhof.

Das Feuer hatte ein Mitarbeiter 11.40 Uhr entdeckt und sofort Alarm geschlagen, erklärt Kliem. Als weitere Mitarbeiter vor Ort waren, sei versucht worden, so viele Tiere wie möglich ins Freie zu bringen. Etwa die Hälfte der Tiere habe es aber nicht mehr geschafft. Der wirtschaftliche Schaden dadurch liegt laut Polizei bei rund 40 000 Euro.

Wesentlich teurer dürfte der Schaden an dem Gebäude sein. Auf dem Dach der Anlage waren Photovoltaikanlagen installiert. Kliems Sohn Karl Wilhelm ist wie sein Vater fassungslos. Warum das Feuer ausbrach, kann sich niemand erklären: „In den Gebäuden haben wir nichts Brennbares verbaut“, sagt Karl Wilhelm Kliem. Die Ställe hätten nur aus Betonwänden und Metalleinbauten bestanden. Ermittler der Kripo untersuchen den Brandort nun.

Nach gut einer Stunde hatten die Feuerwehren aus Karben und Bad Vilbel den Brand unter Kontrolle. Kräfte aus dem gesamten Wetteraukreis kamen zur Unterstützung herbei geeilt. Die enorme Rauchwolke sorgte bei vielen Menschen im weitem Umkreis für Aufmerksamkeit.

Mit dem Ausfall der beiden Ställe rechnet Karl August Kliem mit Lieferengpässen. „Wir konnten bisher die Nachfrage schon nicht decken.“ Die Eier aus Karben werden unter anderem in den „Landmarkt“-Abteilungen vieler Rewe-Märkte angeboten. Die Hennen des Margarethenhofs produzieren täglich 55 000 Eier. Der Betrieb ist der einzige verbliebene seiner Art im Rhein-Main-Gebiet. Die Eier aus Karben decken allerdings nur rund zwei Prozent des Eier-Bedarfs der Region.

Manche Hühner konnten unmittelbar nach der Brandentdeckung noch gerettet werden. Der Wert der Hühner wird auf 40000 Euro geschätzt. Der Sachschaden ist noch nicht absehbar. Die beiden Hühnerställe waren mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet. Die Löscharbeiten dauern noch. Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es keine Verletzten. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde eine Rundfunkwarnmeldung veranlasst.

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