Unglück bei Ravensburg

Thermen-Investor Josef Wund bei Flugzeugabsturz gestorben

Unter den Opfern eines Flugzeugabsturzes bei Ravensburg am Donnerstagabend ist auch der Thermen-Investor Josef Wund gewesen. Das Kleinflugzeug war am Donnerstag in Egelsbach bei Offenbach gestartet und nahe Ravensburg in einen Wald gestürzt. Drei Menschen kamen ums Leben.

Unter den Todesopfern eines Flugzeugabsturzes am Donnerstagabend ist nach Informationen dieser Zeitung auch Thermen-Investor Josef Wund. Das bestätigte am frühen Freitagmorgen Stadtrat Klaus Minkel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Vilbel.

"Der unerwartete Tod von Josef Wund ist in jedem Fall ein herber Verlust, weil er die Seele seines Betriebes war und die Bäderkultur in Deutschland zu zuvor unerreichten Höhen gebracht hat", schreibt Minkel in einer kurzen Mitteilung an die Redaktion.

Josef Wund ist unter anderem Investor des geplanten Kombibads in Bad Vilbel, das erst vor wenigen Tagen die Baugenehmigung erhalten hatte.Bei der geplanten Therme in Bad Vilbel geht es nach Angaben der Unternehmensgruppe Wund um Investitionen von über 200 Millionen Euro. Die Unternehmensgruppe betreibt auch die Bäderwelt im bayerischen Erding, die nach eigenen Angaben größte Therme der Welt.

Am Freitagmittag bestätigte der Vorstand der gleichnamigen Stiftung, Christoph Palm, den Tod von Josef Wund. "Wir sind alle traurig und geschockt", sagte Palm am Freitag in Stuttgart gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. "Ziel der Stiftung ist es, das beachtliche Lebenswerk von Josef Wund fortzuführen. Die Familie hat uns gebeten, erstmal der Trauer ihren Raum zu lassen."

Josef Wund hatte sich am Donnerstag terminlich in Bad Vilbel befunden. Er war aus Egelsbach (Landkreis Offenbach) zur Rückreise nach Friedrichshafen aufgebrochen. Die Cessna war am Donnerstagabend gegen 18.15 Uhr in einen schwer zugänglichen Wald nahe Ravensburg in Baden-Württemberg gestürzt, die Polizei entdeckte danach drei Tote.

Bei den Opfern des Absturzes soll es sich neben Josef Wund um den 45-jährigen Piloten des Flugzeuges handeln und um einen 49-jährigen Mann aus Wien. Das Luftfahrt-Portal Austrian Aviation Net berichtete am Freitag, unter den Opfern sei auch der Chef eines österreichischen Lufttaxi-Unternehmens.

In der Nacht auf Freitag waren die Ermittlungen nach Angaben der Beamten wegen widriger Witterungsbedingungen ins Stocken geraten. Der Wind habe stark geweht, und es habe geschneit, sagte ein Sprecher. "Inzwischen sind die Maßnahmen aber wieder angelaufen."

In Bad Vilbel ist die Betroffenheit groß über den Verlust von Josef Wund. „Wir sind zutiefst betroffen und in Gedanken bei der Familie und den Angehörigen von Josef Wund“, sagt Yannick Schwander, Pressesprecher der Stadt Bad Vilbel. „Aus Pietätsgründen bitten wir um Verständnis, dass das Geschäft am Tag einer solchen Nachricht in den Hintergrund rückt.“ Kombi-Bad könne die Stadt erst in den nächsten Tagen geben.

Trotz des herben Verlustes sei Stadtrat Klaus Minkel (CDU) am Freitagmorgen  versichert worden, dass das Thermen-Projekt nicht platzt. Er erhielt einen Anruf von einem Interim-Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Wund. „Es wurde mir zugesichert, dass das Projekt so fortgeführt wird, wie es geplant war“, erzählt Minkel.

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dpa/tkö

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