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Bad Homburger Kläranlage

Brand in Klärwerk-Trafo: Beinahe-Kastastrophe im Taunus

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Brand in Klärwerk-Trafo

Ein Feuer in der Hauptelektroverteilung hat am Sonntag den Betrieb der Bad Homburger Kläranlage massiv beeinträchtigt. Betriebspersonal hatte gegen 09:17 Uhr den Notruf gewählt, da es eine Rauchentwicklung aus der Trafostation festzustellen war. Daraufhin rückte die Freiwillige Feuerwehr Bad Homburg-Ober-Eschbach zur Einsatzstelle aus. Aufgrund der Gefahr durch Starkstrom, mussten die Einsatzkräfte jedoch bis zum Eintreffen des Energieversorgers warten, ehe sie das gegen Feuer vorgehen konnten. Nach Abschaltung der Trafostation gegen 09:43 Uhr, konnte der Brand schließlich durch den Einsatz von Löschpulver und Kohlendioxid gelöscht werden. Durch die brandbedingte Abschaltung der Energieversorgung, war die gesamte Kläranlage ohne Strom.

Durch den diensthabenden Einsatzleitdienst Alexander Wolf wurde ein entsprechender Notfallplan in Kraft gesetzt, um die Kläranlage wieder in Betrieb nehmen zu können. Hierzu wurde durch die Feuerwehren Bad Homburg-Ober-Erlenbach und Stadt die taktische Notstromreserve, bestehend aus einem 250 kVA Großaggregat und vier 35 kVA Aggregaten, bereitgestellt. Der Transport zum Klärwerk wurde dabei durch das THW Bad Homburg mit einem Radlader und einem LKW unterstützt. Durch die Feuerwehr Oberursel wurde außerdem ein 250 kVA Aggregat des Katastrophenschutzes zur Einsatzstelle gebracht, um den Notbetrieb der Kläranlage wieder aufnehmen zu können.

Zeitgleich wurde, dem Einsatzplan entsprechend, ein Großaggregat mit einer Leistung von 800 kvA von einem Privatunternehmen angefordert, das im Laufe der Abendstunden eintreffen soll. „Für die Einsatzkräfte hat die schnelle Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit höchste Priorität“, erklärt der Leiter der Feuerwehr Branddirektor Daniel Guischard, „um einen Abfluss von nicht gereinigten Abwässern, und den hierdurch entstehenden Folgen, zu verhindern.“ Durch die Informations- und Kommunikationsgruppe Bad Homburger Feuerwehr wurde in den Räumen der Kläranlage eine Führungsstelle, zur Koordination und Leitung des Einsatzes eingerichtet. Die Versorgung der Einsatzkräfte wurde erstmalig über den neuen Bevölkerungsschutzstützpunkt im Feuerwehrhaus Ober-Eschbach sichergestellt.

„Der Einsatz zeigt die dringende Notwendigkeit einer geplanten Notfallvorsorge“, wie der Leiter der Bad Homburger Feuerwehr Daniel Guischard betont, „um für den Ernstfall gerüstet zu sein.“ Ohne Maßnahmen drohe innerhalb von acht Stunden ein Überlaufen und damit eine Umweltkatastrophe.

Soweit kam es am Sonntag durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr glücklicherweise nicht. Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für Menschen und Umwelt. Da es sich bei der Trafostation um Spezialelektroanlagenbau handelt, ist damit zu rechnen, dass die Reparatur mehrere Wochen in Anspruch nehmen wird.

saj

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