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Leckere Backesbrote warten im Elbinger Backes. Nur dieser wurde beim Backesdörferfest für Brot geheizt .

Backesdörferfest

Brot aus dem Backes ist der Renner

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Das Backsedörferfest in zehn Orten der Verbandsgemeinden Wallmerod und Westerburg hat sich zum Besuchermagneten entwickelt. Brot aus dem Backes gab es aber nur in Elbingen.

Ruhe herrschte am frühen Sonntagmorgen auf dem Gelände der Holztage vor der Mehrzweckhalle in Herschbach, bis aus weiter Ferne das tiefe Brummen eines Autos zu hören war. Gleich darauf war dann auch das Fahrzeug in Form eines alten, knallgelben Porsche zu sehen. Gleich dahinter, in einem satten rot, ein Oldtimer der Marke Fiat. Sie wurden in die Reihe mit weiteren sieben Oldtimer-Cabrios gestellt, deren Fahrer auf den Startschuss für eine von Erika Immig organisierte Backesdörfer-Rundreise warteten.

Dieser Startschuss, getätigt durch Verbandsbürgermeister Klaus Lütkefedder, war gleichzeitig der Beginn des Backesdörferfestes in den zehn angeschlossenen Orten aus den Verbandsgemeinden Wallmerod und Westerburg. Ziel ist es, den Fokus wieder auf die Ortskerne zu legen. Durch die Initiative „Leben im Dorf, Leben mittendrin“ hat sich im Laufe der Jahre das Backesdörferfest fast zu einem Selbstläufer entwickelt und lockt Besucher an, die selbst hunderte von Kilometer Anfahrt auf sich nehmen, um einen unterhaltsamen Tag zu erleben.

Im Mittelpunkt stand dabei der alte Backes, in dem in früheren Jahren in den Dörfern immer das Brot für die Familien gebacken wurde. In einigen Gemeinden ist er noch heute zu finden. Doch nicht alle Gemeinden, die über einen historischen Backes verfügen, heizen diesen auch und beteiligen sich am Fest. In Bilkheim wird ein eigenes Backesfest veranstaltet und der Backes in Wallmerod befindet sich in privater Hand.

Daher mussten die Organisatoren des Festes nur die beiden Backes in Elbingen und in Mähren in die Teilnehmerliste eintragen. Während der Backes in Mähren speziell für große Pizzableche geheizt wurde, die den vielen Besuchern aus nah und fern angeboten wurden, gab es nach alter Väter Sitte in Elbingen hergestelltes leckeres, duftendes Backesbrot das den Organisatoren förmlich aus der Hand gerissen wurde. Über 600 Brote wurden alleine in den ersten Stunden verkauft. Und der Backesofen kam nicht zur Ruhe und die Brotteige wurden fleißig in den heißen Backes geschoben.

Neu im Programm in Elbingen waren geführte Wanderungen zum „Tag des offenen Windrades“. Und die Organisatoren können sich dabei auf Veranstaltungen verlassen, die sich schon seit der Premiere vor acht Jahren großer Beliebtheit erfreuen. Dazu gehört die Kirchenführung in Salz. Weitere Führungen wurden durch das neue Dorfmuseum in Bilkheim oder das Naturkundemuseum in Hahn am See angeboten. Beliebt bei den Besuchern sind in jedem Jahr die Aktionen des Schmiedeclubs in Weltersburg. Dieser baute mit seinen Mitgliedern auf dem Gelände der Sabel-Werke nicht nur unzählige historische Oldtimer-Fahrzeuge und Maschinen auf. Auch das Schmiedefeuer loderte früh und bot Einblicke in das alte Handwerk. Zur Unterhaltung wurde dazu für Groß und Klein wieder das beliebte Schubkarrenrennen und Bierkrug- schieben angeboten.

Zu den Höhepunkten gehören auch schon seit vielen Jahren die Aktivitäten auf dem Kirchplatz in Willmenrod. Hier werden immer wieder historische Motoren in Aktion gezeigt und eine Vorlese-Oma sorgte im Martin-Luther-Haus für Unterhaltung für die kleinen Backesdörferfestbesucher. In vielen Gemeinden sorgte dann Unterhaltung in Form von Live-Musik für ein rundum gelungenes Fest.

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