Bürgeramt zieht nach Alt-Fechenheim

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Das Fechenheimer Bürgeramt zieht um: nach Alt-Fechenheim 89. Dort ist auch genug Platz für einen zweiten Sachbearbeiter, Besucher warten nicht mehr auf dem Flur.

Der Aufschrei war groß im Ortsbeirat 11, als im Dezember 2016 bekannt wurde, dass die Außenstellen der Frankfurter Bürgerämter auf dem Prüfstand stehen – und das überlegt werde, jene in Bergen-Enkheim und Fechenheim zusammenzulegen. Die Fechenheimer setzten sich durch: Es bleibt nicht nur ihre Außenstelle des Bürgeramts bestehen, sie zieht auch Anfang Oktober nach Alt-Fechenheim 89 in fast 100 Quadratmeter große, frisch renovierte Räume.

Rund 300 Meter liegen zwischen dem jetzigen Bürgeramt im alten Rathaus, Pfortenstraße 1, und den neuen Büros. Die Öffnungszeiten bleiben mit wöchentlich 28 Stunden gleich, betont Tina Köhler, Referentin von Bürgerservice-Dezernent Jan Schneider (CDU). Montags bis freitags ist bis 13 Uhr geöffnet, montags ab 9 Uhr, donnerstags ab 10 Uhr, ansonsten ab 8 Uhr. Nachmittags ist an zwei Tagen ab 14.30 Uhr geöffnet: montags bis 17 Uhr und freitags bis 18 Uhr. „Auch an den Serviceleistungen wird sich nichts ändern.“ Wohl am wichtigsten ist dabei: Auch Personalausweise können hier beantragt und abgeholt werden.

Die neuen Räume sind so groß, dass dort ein zweiter Mitarbeiter Platz findet, sagt Köhler. Auch einen Warteraum wird es nun geben, vom Büro abgetrennt durch eine Glaswand. In der Pfortenstraße sitzen oder stehen die Wartenden im engen Flur. „Es wird einen festen Personalstamm geben, so dass die Bürger Ansprechpartner haben, die ihnen bekannt sind.“ Anders als in der Pfortenstraße sind die Räume künftig barrierefrei zugänglich.

Dass das Bürgeramt umziehe, sei „super“, sind die Fechenheimer Sozialbezirksvorsteherinnen und Ortsbeiratsmitglieder Christel Ebisch (CDU) und Magdalene Grana (SPD) einig. „Der Umzug ist höchste Zeit. Wichtig ist auch, dass uns die Verwaltungsstelle erhalten bleibt“, sagt Ebisch. „Die Räume sind gut zu erreichen, auch mit Rollator oder Rollstuhl“, ergänzt Grana. Letzteres ist in der Pfortenstraße schwierig. „Die Treppe am Eingang hinaufzusteigen ist für manche Leute schwierig“, sagt Ebisch. Zwar gebe es einen Aufzug an der Rückseite des Gebäudes. „Um ihn zu nutzen, muss man aber bei der Polizei klingeln, damit die Beamten einem die Tür öffnen.“ Denn das Bürgeramt liegt in der Wache, ist quasi nur ein Zimmer dort.

Letzteres sei für die Bürgeramts-Besucher „keine schöne Situation“, sagt Grana. Die Wartenden sitzen auf dem Flur der Wache. „Was ist denn, wenn die Polizei jemanden verhaftet hat und in Handschellen auf die Wache bringt, und dort sitzen Eltern mit kleinen Kindern?“ „Und für die Polizei ist es doch auch gut, wenn sie einen Raum mehr hat, denn auch für sie ist die Wache sehr eng.“

Dass es künftig Platz für einen zweiten Mitarbeiter gebe, freut die Sozialbezirksvorsteherinnen besonders. „Ich musste vor kurzem zwei Stunden warten, als ich meinen Personalausweis verlängern wollte“, erzählt Grana. Ebisch kam gar zwei Mal vergeblich, weil die Sachbearbeiterin die Anliegen der vielen Besucher gar nicht während der Öffnungszeit bearbeiten konnte.

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