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High-Tech-Satelliten für bessere Wettervorhersage - und noch mehr (Symbolbild)

Kosten von mehreren Milliarden Euro

High-Tech-Satelliten sollen Wettervorhersage revolutionieren

Wetter-Vorhersagen sollen durch High-Tech-Satelliten viel präziser werden. Experten in Darmstadt erwarten sich von den Daten aus dem All aber noch mehr.

Darmstadt – Binnen Sekunden ziehen schwarze Wolken auf. Heftige Gewitter und schwere Stürme können Gefahr für Leib und Leben bedeuten. Eine neue Generation von Wettersatelliten soll künftig Vorhersagen und Warnungen genauer machen, teils bis hin auf lokale Ebene.

Die meteorologische Satellitenagentur Europas, Eumetsat, will in den kommenden Jahren neue Beobachtungssysteme mit High-Tech an Bord ins All bringen. Drei Satelliten sollen die Erde in einer Höhe von 36.000 Kilometern umlaufen, zwei andere in rund 700 Kilometern. Experten aus den 30 Mitgliedstaaten von Eumetsat diskutierten in Darmstadt über Chancen und Nutzen der neuen Technologien.

Darmstadt: Satelliten für bessere Wetter-Vorhersage - Unwetter besser erkennen

„Diese Satellitensysteme werden es den nationalen Wetterdiensten ermöglichen, Bürgern und Industrie von größerem Nutzen zu sein und dabei helfen, Leben und Eigentum zu schützen, was positive Auswirkungen auf die Wirtschaft haben wird“, sagte der Generaldirektor von Eumetsat, Alain Ratier.

Wetter in Hessen im Ticker: Aktuelle Prognose von den Experten

Künftig könnte die Luftqualität besser gemessen und die Sturm- und Klimavorhersage verbessert werden, sagt der Leiter der Forschungsabteilung für Erdbeobachtung bei Eumetsat, Bojan Bojkov, mit Blick auf das wesentlich genauere Datenmaterial. „Wir werden dann nicht mehr punktuell von Unwettern überrascht.“

Darmstadt: Start des ersten Satelliten für Ende 2021 geplant

Der Start des ersten Satelliten ist für Ende 2021 geplant. Bojkov zufolge sollen binnen dreieinhalb Jahren alle Messgeräte im Orbit sein. Die Kosten für Raketen, Auswertung, Datenverwaltung oder auch den Bau würden sich bis 2040 auf mehrere Milliarden Euro belaufen.

Freude im Darmstädter Satellitenkontrollzentrum: Fünf neue Satelliten sollen Wettervorhersagen viel präziser machen.

Mit den Instrumenten und den genaueren Daten könnten größere wirtschaftliche Schäden verhindert werden. „Die Instrumente sind der letzte Schrei in der Technologie“, sagte Bojkov. „Die räumliche und zeitliche Auflösung der Daten wird verbessert“, sagte der Leiter der Wettervorhersage beim Deutschen Wetterdienst, Hans-Joachim Koppert. „Es sind Instrumente an Bord, die wir so nicht kannten.“ So könnten Blitze aus dem Orbit erkannt werden. In Europa würden Blitze bislang über ein Bodensystem geortet, über Afrika oder dem Atlantik sei das so aber nicht möglich. Die Beobachtung aus dem All sei auch ein Plus an Sicherheit für die Luftfahrt.

Satelliten im All erkennen Blitze, Wolken-, Nebel- oder Rauchentwicklungen

Zudem könnten Wolken-, Nebel- oder Rauchentwicklungen früher erkannt werden. Das diene präziseren Vorwarnungen und besseren wie auch längerfristigen Wettervorhersagen. Bei Waldbränden könnten somit Einsatzkräfte früher vorgewarnt und besser an die Brandherde geschickt werden.  

Am 11. November zog übrigens der Planet Merkur vor der Sonne vorbei*. Die Mini-Sonnenfinsternis dauerte fast fünfeinhalb Stunden. Und wie wird das Wetter an Weihnachten im Jahr 2019? Gibt es Schnee? Noch ist zwar ein wenig Zeit, doch ein Experte hat schon jetzt eine bittere Prognose*. Diplom-Meteorologe Dominik Jung hat sich jetzt dazu geäußert, wie wahrscheinlich Schnee an Weihnachten in 2019 ist.* 

dpa

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