Lehrer

Diskussion über Vertretungen, die über die Ferien in die Arbeitslosigkeit geschickt werden

  • schließen

Das Thema, wie mit der Bezahlung von Vertretungslehrern an hessischen Schulen in den Sommerferien umzugehen ist, ist dieser Tage angesichts der gerade angefangenen Ferien natürlich aktuell wie nie.

Das Thema, wie mit der Bezahlung von Vertretungslehrern an hessischen Schulen in den Sommerferien umzugehen ist, ist dieser Tage angesichts der gerade angefangenen Ferien natürlich aktuell wie nie. Die hessische SPD-Bildungspolitikerin Brigitte Hofmeyer forderte jüngst eine Verbesserung der Situation von befristet eingestellten Lehrkräften an hessischen Schulen.

Hofmeyer sagte dazu: „Jahr für Jahr werden befristet eingestellte Lehrkräfte vor den Sommerferien entlassen und nach den Ferien dann wieder in den Schuldienst als Vertretungskräfte eingestellt. 2016 habe diese Situation laut Antwort des Kultusministeriums 1184 Personen in Hessen betroffen.“ Das „unsägliche Vorgehen“, befristete Lehrkräfte über die Sommerferien „in die Arbeitslosigkeit zu schicken“, trage „sicherlich nicht zur Motivation der Lehrenden bei“, sei aber leider weiterhin gängige Praxis und gehöre insbesondere in Zeiten von Lehrermangel endlich abgeschafft, sagte die Landtagsabgeordnete.

Dr. Rosemarie zur Heiden, die Leiterin des Staatlichen Schulamtes für den Hochtaunus- und den Wetteraukreis in Friedberg, sagte dazu auf Anfrage dieser Zeitung: „Es ist nicht so, dass wir Vertretungslehrer bewusst für ein Schuljahr einsetzen und die Verträge nur bis zum Ende des Schuljahres laufen lassen und die Vertretungslehrer zu den Ferien in die Arbeitslosigkeit schicken.“ Man schaue durchaus, was man den Vertretungslehrern anbieten könne, und versuche, das so zu gestalten, dass das „über die Sommerferien trägt“.

Allerdings gebe es rechtliche Grundlagen. Und die wichtigste sei, dass der Vertretungsvertrag sich nun einmal nach dem Zeitpunkt der Vertretung richte. „Wenn also eine Lehrerin vom 1. Juni an ein Jahr in Elternzeit geht, dann können wir die Vertretung natürlich nicht über die Sommerferien laufen lassen, weil zu diesem Zeitpunkt ja der Vertretungsgrund hinfällig ist.“

( sbm)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare