Eine schweißtreibende Angelegenheit: Mit vereinten Kräften, Stemmeisen und Seilen hieven die Helfer das Zelt-Gerüst in die Höhe. Inzwischen steht das Festzelt für die Neuenhainer Kerb.
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Eine schweißtreibende Angelegenheit: Mit vereinten Kräften, Stemmeisen und Seilen hieven die Helfer das Zelt-Gerüst in die Höhe. Inzwischen steht das Festzelt für die Neuenhainer Kerb.

Hitze

Eine Absage der Kerb kommt in Neuenhain nicht in Frage

  • vonAndreas Schick
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Sie hämmerten, sie klopften, sie schwitzten. Mehrere Dutzend Freiwillige errichteten das mehr als 400 Gäste fassende Festzelt für die „Geeleriewekerb“. Es ist einen Tick größer als sonst. Wieso?

Vorbildlich. Fast alle 50 bis 60 Helfer, die das Kerbe-Zelt aufbauen, tragen Helme und Arbeitshandschuhe. Sicher ist sicher. Niemand soll sich unnötig verletzen. Unter der Kopfbedeckung rinnt ihnen bei subtropischen Temperaturen der Schweiß über die Stirn. Die Freiwilligen montieren die Einzelteile zusammen, richten das Gestänge auf und bringen Querverstrebungen in die richtige Position. Sie rufen, sie stimmen sich ab, sie justieren nach. Ein bisschen geht’s vor, ein bisschen zurück. Es hämmert, es klopft. Stundenlang dauert der Kraftakt, das 25 mal 40 Meter große Zelt auf dem Festplatz an der Kronthaler Straße in Neuenhain zu errichten. Aber am Abend steht es. Am Tag darauf machen sich die Kerbe-Freunde daran, den Anbau sowie Tische und Bänke aufzustellen und die Stromversorgung einzurichten.

Das Zelt sei fünf Meter länger als in den vergangenen Jahren, sagt Jérôme Kirchhoff, Vorsitzender des Neuenhainer Kerbevereins. „So haben wir drinnen die Möglichkeit, alles etwas luftiger zu gestalten.“ Rund 400, maximal 450 Gäste fasst das Zelt, das zum Herzstück der viertägigen Kerb wird. Die Veranstaltung finde in jedem Fall statt, betont der Vorsitzende auf Nachfrage. Auch in den kommenden Tagen ist Bullenhitze zu erwarten. Was tun die Gastgeber, damit das Zelt nicht zum Glutofen wird? „Wir machen uns da unsere Gedanken und überlegen, was zu tun ist“, teilt Jérôme Kirchhoff mit. Einzelheiten lege der Verein noch fest. Eine Absage der „Neuehaaner Geeleriewekerb“ kommt aber nicht in Frage.

Das Sicherheitskonzept ist ebenfalls unter Dach und Fach. Es orientiert sich im Wesentlichen an den Eckpunkten der vergangenen Jahre. Der Kerbeverein arbeitet eng mit der Stadt Bad Soden und der Polizei zusammen, beauftragt aber auch einen eigenen Sicherheitsdienst. Wie berichtet, beginnt die Kerb übermorgen, 2. August, um 18 Uhr. Somit halten die Organisatoren daran fest, die Kerb am Donnerstag zu eröffnen und am Sonntag zu beenden. Das probierten sie erstmals 2015 aus. Davor ging die Neuenhainer Kerb immer freitags los und endete montags. Da der Zuspruch am letzten Tag zusehends nachließ, entschieden sich die Kerbeväter dazu, die vier Tage beizubehalten, aber schon donnerstags zu beginnen. Am Freitag, 3. August, beginnt der Rummel um 17 Uhr, am Samstag, 4. August, um 15 Uhr („Geeleriewe-Rennen“, Hauptstraße). Ein ökumenischer Gottesdienst läutet um 10 Uhr das Finale ein (Sonntag, 5. August).

(ask)

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