Dorffest

Erstmals sind bei der Langenhainer Kerb die Mädchen in der Überzahl

Die Langenhainer Kerb ist beliebter Magnat für Jung und Alt. Das beweisen die vielen Festbesucher und die große Zahl Kerbeborsch und Mädchen, die mit Kerbevadder und Kerbemudder ein großartiges Fest auf die Beinde stellten.

„Wem ist die Kerb?“ – In Langenhain lässt sich diese Frage einfach beantworten. 21 Kerberborsch und Kerbemädel haben sich dieses Jahr wieder zusammengefunden und seit Wochen unter der Federführung des neuen Kerbevadders Sebastian Möller und der ebenfalls neuen Kerbemudder Laura Aporta, ihr organisatorisches Talent unter Beweis gestellt.

Sebastian Möller hat das Amt gerne übernommen. Er wurde von seinen Kumpels für den Posten vorgeschlagen und in der Vorbereitungphase für die diesjährige Kerb einstimmig gewählt. Dies galt auch für die Wahl von Kerbemudder Laura Aporta. Erstmals sind in Langenhain die Mädchen mit elf zu zehn in der Überzahl.

„Die Aufgaben machen Spaß. Wir sind eine gute Truppe“, sagen die Kerbeborsch. Felix, ehemaliger Aktiver aus dem Jahr 2017 erinnert sich gerne an seine Zeit als Kerbeborsch und kann sich den Zuspruch unter den Mädchen nur so erklären: „Es hat sich sicher unter den Mädchen herumgesprochen, dass die Kerb in der Clique noch mehr Spaß macht.“

Abwechslung ist über die Kerbetage von Freitag bis Montag garantiert. „Wir haben am Freitag bereits den Kerbebaum gestellt“, so Christian, der Schriftführer der Kerbeborsch. Mit der Motorsäge bepackt, gingen die Kerbeborsch in den Langenhainer Wald. Doch das Fällen laufe koordiniert und geplant ab. „Wir wissen genau was wir tun“, erklärt die Jugend. Deshalb brauchte man sich am Freitag auch keine Sorgen um die Standfestigkeit des Kerbebaums machen. Die Langenhainer feierten ihre Freitagsdisco. Discjockey Sven Air brachte die Luft zum Kochen und 800 Leute füllten das Festzelt bis in die Nacht.

Am Samstagvormittag trafen sich die Kerbeborsch im Kerbezelt auf dem Festplatz „Unter den Eichen“. Man stärkte sich schnell bei einer Runde Pizza, bevor Kerbemudder Laura in Anlehnung an das bekannte TV-Format um Modelmudder Heidi Klum fragte: „Wer wird Langenhains next Apfelweinkönig?“

Die Blindverkostung brachte ein wurnderbares Ergebnis. „15 Proben wurden eingereicht. Alle waren lecker“, so die Kerbeborsch. Doch gewonnen hat schließlich der Sieger des letzten Jahres. „Dave Braun hat erneut den ersten Platz gemacht“, erklärt Kerbevadder Sebastian. Dave Braun erhielt zum Dank einen Schal plus Bembel. Der zweite Platz ging in 2018 an Jenny Braun, den dritten Platz erzielte der Apfelwein der Hobbykelterei Roth-Ginther.

Der Kerbeumzug am Sonntag mit anschließendem Gickelschlag, brachte viel Kurzweil. Drei Kapellen heizten den Schaulustigen am Straßenrand mit Festzugrhythmen ein. Mehr als 20 Wagen schlängelten sich bei Sonnenschein durch den Ort. Bereits am Samstag schmückten die Anwohner ihre Höfe, mit Fahnen, Girlanden und Birkenzweigen. Man freute sich über die vielen Teilnehmer und feierte im Anschluss an den Umzug im Festzelt.

Am Montag begann das bunte Treiben mit einem Frühschoppen, bevor die Kerb gegen Abend beerdigt wurde. Die Trauer war jedoch schnell verflogen. Denn bereits zur Kerbe-Abschlussdisco war klar: Die Langenhainer Kerb gibt’s auch im nächsten Jahr!

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