Ex-Bankchef arbeitet wieder – mit Immobilien

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Der vor vier Jahren nach Bekanntwerden der Betrügereien entlassene Bankvorstand hat eine neue Stelle. Bei einer Haigerer Immobilienfirma widmet er sich seit dem 1.

Der vor vier Jahren nach Bekanntwerden der Betrügereien entlassene Bankvorstand hat eine neue Stelle. Bei einer Haigerer Immobilienfirma widmet er sich seit dem 1. Oktober 2016 hauptberuflich seiner großen Leidenschaft. „Ich kümmere mich um die gesamte Verwaltung: Vermietung, Nebenkostenabrechnung, Reparaturen und die komplette interne Buchhaltung“, berichtete der Angeklagte.

Für 32 Stunden in der Woche bekomme er 1200 Euro brutto. Auf die Frage des Richters, ob er damit nicht unterbezahlt sei, antwortet der Angeklagte: „Ich mache das nicht wegen des finanziellen Anreizes.“ Als Bankdirektor in Langendernbach habe er zuletzt 100 000 Euro verdient, sagte er gestern auf Nachfrage.

Hans-Martin G. schilderte seinen Werdegang: 1955 als viertes Kind seiner Eltern geboren, in Burbach-Lützeln aufgewachsen, heute selbst vierfacher Familienvater. Nach Abitur 1974 in Dillenburg und Wehrdienst Lehre bei der Volksbank im Nachbarort Holzhausen. Fortbildung zum Bank-Betriebswirt, von 1983 bis 1991 Vorstand der Voba Holzhausen. Nach der Fusion mit der großen Voba Süd-Siegerland Filialleiter in Holzhausen; am 1. Juli 1992 Wechsel in den Vorstand der Volksbank Langendernbach.

G. lebt mit Frau und Tochter weiter in seinem Elternhaus, das er im Zuge der Schadensregulierung wie alle anderen Vermögenswerte an die Voba übertragen hatte. Die Tochter hat es inzwischen von der Bank gekauft.

( hei)

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