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Wolfgang Diel

Fachmann erkennt die Bedeutung

Es war am Ostermontag, als Wolfgang Diel mit seiner Frau einen Spaziergang unternahm. Bei Oberstedten liefen sie auf einem kleinen Weg.

Es war am Ostermontag, als Wolfgang Diel mit seiner Frau einen Spaziergang unternahm. Bei Oberstedten liefen sie auf einem kleinen Weg. Und weil der Boden etwas matschig war, schauten sie, wo sie sich wohl durchschlagen könnten. Sie liefen also abseits des Weges – und dann: „Da fiel mit der Sandsteinblock auf“, sagt der 69 Jahre alte Diel im Gespräch mit dieser Zeitung.

Er entfernte ein wenig das Moos, mit dem der Stein bewachsen war, und entdeckte die hebräische Inschrift. Da er als ehemaliger Denkmalpfleger der Stadt Bad Homburg Fachmann ist, sei ihm sofort klar gewesen, dass er etwas Großes gefunden habe, berichtet Diel.

Mittlerweile ist klar, dass es sich um den Grabstein des Anfang des 20. Jahrhunderts beigesetzten Jakob Grünebaum handelt. Jetzt wurde der Stein vom städtischen Betrieb Bau und Service Oberursel (BSO) abgeholt; derzeit werde er im Frankfurt noch ein wenig überarbeitet, weiß Diel. Wenn der Stein am kommenden Donnerstag seinen Platz auf dem Niederurseler jüdischen Friedhof bekommt, will der Finder dabei sein. she

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