Wohnraum

Fast 200 Wohnungen entstehen derzeit im Stadtteil

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Neben dem Jugendzentrum an der Birminghamstraße wird gebaut: Dort entstehen 33 große Eigentumswohnungen für Familien – mit Balkon oder Terrasse.

Früher stand dort einmal eine Art Trinkhalle. Inzwischen ziehen dort Arbeiter neue Häuser hoch: An der Birminghamstraße werden derzeit 33 Eigentumswohnungen von der LBS Immobilien GmbH gebaut. Das Projekt heißt „MyNied“ und wurde in der blumigen Sprache der Projektentwickler so beworben: „Im Frankfurter Westen entsteht endlich mal wieder ein bezahlbares Projekt, nicht nur für die junge Familie! Diverse Einkaufsmöglichkeiten und öffentliche Einrichtungen, sowie die Mainpromenade befinden sich im fußläufig erreichbaren Umfeld. Eine exzellente Verkehrsanbindung an Autobahn, S- und Straßenbahn erwartet Sie. Die Frankfurter City und der Flughafen sind nur wenige Stationen entfernt!“

Die 3-, 4- und 5-Zimmer-Wohnungen sind angeblich alle verkauft: „Sold“ (verkauft) steht draußen auf dem Baustellenschild. Bei Immobilienscout.de werden im Internet allerdings noch zwei Vier-Zimmer-Wohnungen für 425 900 beziehungsweise 499 900 Euro beworben. Die insgesamt 33 Einheiten der gehobenen Kategorie mit Wohnflächen zwischen 87 und 137 Quadratmetern sollen im kommenden Jahr bezugsfertig sein. Die Wohnungen haben Balkon oder Terrasse, Tiefgaragenplätze konnten für 22 500 bis 25 500 Euro dazugekauft werden.

In Nied entsteht derzeit viel neuer Wohnraum, so etwa anstelle des früheren Plus-Markts (Ex-Honda-Schuh) neben der Christuskirche in Alt Nied 4–8 – ganz früher war dort das Nieder Kino. Und auch im „Nieder Loch“ zwischen Alt Nied und der Straßenbahntrasse wird eifrig gewerkelt. Neben der Christuskirche sind es 27 Eigentumswohnungen zwischen 77 und 120 Quadratmetern für 280 000 bis 480 000 Euro; „Alt-Nied Quartiere“ lautet der Vermarktungsname der HGW Bauträger GmbH.

Mit den neuen Häusern an der Wörthspitze und der Bebauung im „Nieder Loch“ wird der alte Teil Nieds noch mehr verdichtet. An der Straßenbahnschleife will die ABG Frankfurt Holding acht Wohnhäuser und einen neuen Supermarkt bauen. Von 136 Wohnungen ist die Rede, 38 davon gefördert. Vorgesehen sind viergeschossige Gebäude plus ein Staffelgeschoss. Am bestehenden Ortsrand soll es aber dreistöckig losgehen, damit die dortigen Bewohner nicht einen ganz so hohen Klotz direkt neben ihrem Grundstück haben. Geparkt wird auf 168 Stellplätzen in einer Tiefgarage. Die Baukörper selbst – im Passivhausstandard – sollen winkelförmig angeordnet werden, so dass sich Wohnhöfe für die Mieter bilden. Zur Mainzer Landstraße hin bilden sie aber eine klare Abgrenzung des Stadtteils.

Im Gebäude, das an die Wendeschleife der Tram grenzen wird, soll ein Supermarkt mit 1800 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen – klar ist, dass der bisher in der Mainzer Landstraße 786 beheimatete Rewe-Supermarkt seine Verkaufsfläche vergrößern und umziehen will. Insgesamt 42 Millionen Euro will die ABG Frankfurt Holding im „Nieder Loch“ investieren.

Die vorbereitenden Arbeiten haben bereits begonnen, wie jeder mitbekommt, der auf der Mainzer Landstraße vorbeifährt. Die Straße Alt Nied ist derzeit gesperrt, denn sie wird umgestaltet (wir berichteten). Noch nicht final geklärt ist, wie das „Nieder Tor“ einmal aussehen wird: Die Kreuzung, die im Volksmund nach der Bus- und Straßenbahnhaltestelle „Nied Kirche“ heißt, soll zu einem Kreisverkehr umgebaut werden. Pläne wurden zwar schon vorgestellt, aber seitdem ist einige Zeit vergangen.

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