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Das Schweizer Nachwuchstalent Cinzia Regensburger durfte bei der Bundesfeier der Eidgenossen den Song ?Happy? singen ? begleitet von Startrompeter Deni Felber.

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So feiern glückliche Schweizer

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Ein Regenbogen prangt über der Villa Elsässer. Der Bau aus dem Jahr 1925 ist die Residenz des Schweizer Generalkonsuls. Und in deren Garten feiert

Ein Regenbogen prangt über der Villa Elsässer. Der Bau aus dem Jahr 1925 ist die Residenz des Schweizer Generalkonsuls. Und in deren Garten feiert Urs Hammer , so der Name des Konsuls, die Bundesfeier der Eidgenossen. Das tut er nicht allein, sondern mit mehr als 400 Gästen, die das schöne Areal bevölkern. Zu den Besuchern der Feier gehörte auch der Hessische Kultusminister Alexander Lorz .

Und so einige Konsule statteten Hammer einen Besuch ab. Unter ihnen ist auch Uwe Säuberlich , der Honorakonsul Islands. Der war an diesem Tag vom Glück geküsst. Denn er gewann einen der Hauptpreise bei der Tombola, einen Swiss-Travel-Pass für zwei Personen, der acht Tage für die erste Klasse gilt. „Als Jugendlicher habe ich auch Interrail gemacht. Jetzt, als Erwachsener eben erster Klasse“, scherzte Säuberlich.

Und es gab so manchen Leckerbissen, darunter Hacktätschli mit Honig-Senfsauce, Pizokel, Hirschpfeffer Jäger Art, Raclette, Vanillecreme mit Bündner Röteli oder Frais De Brebis. Doch nicht nur kulinarisch wurde den Bundesfeier-Besuchern etliches geboten, auch musikalisch. So gab’s vom „Alphornduo Jungfraublick“ was auf die Ohren. Und für den guten Ton sorgte die Band rund um den Schweizer Startrompeter Deni Felber . Der spielte schon mit Größen wie Roberto Blanco , Bill Ramsey oder Paul Kuhn zusammen.

An diesem warmen Sommerabend begleiteten ihn nicht nur Bernd Hess an der Gitarre, Markus Schmidt am Schlagzeug und Lisa Doby (Gesang) sowie Rodigo Aravena am Bass, sondern auch die charmante Engadin-Sängerin Cinzia Regensburger , die das Stück „Happy“ (Glücklich) sang. Das Original ist übrigens der Hit schlechthin von Pharrell Williams . „Es war sehr cool und inspirierend, mit Deni Felber auf der Bühne stehen zu dürfen“, sagte die 19-jährige Cinzia Regensburger. „So wie er dieses Lied interpretiert und aus einem griffigen Popsong ein anspruchsvolles Jazz-Stück gemacht hat, das ist einfach faszinierend“, findet die junge Frau, die in diesem Jahr ihre Matura, so heißt das Abitur in der Schweiz, bestanden hat. „Ich habe heute Abend allein in diesen drei bis vier Minuten, die das Lied gedauert hat, enorm viel gelernt“, sagte Cinzia Regensburger, die zu den vielversprechendsten Nachwuchstalenten der Schweiz zählt.

Auch deshalb stimmte Deni Felber zu, mit ihr aufzutreten. „Wir haben uns kurz vor dem Auftritt kennengelernt und ein wenig miteinander geprobt“, sagte Deni Felber, der praktisch aus dem Flugzeug in die Residenz am Höhenblick kam. Denn am Tag zuvor war er noch bei einem privaten Jazzkonzert in New York aufgetreten. Bekannt ist der Trompeter in Deutschland spätestens seit seinem Auftritt bei der Weihnachtssendung des ZDF im vergangenen Jahr. Dort spielte er neben Peter Maffay und Olga Peretyatko als Trompeten-Solist. „Die Sendung haben acht Millionen Zuschauer verfolgt“, freute sich Felber, der Botschafter für Big-Band-Musik und der Big Band Hall of Fame in Florida ist.

Trotzdem sind so „kleine, aber feine Auftritte“ auch sein Ding. „Für die Schweiz am Nationalfeiertag in Deutschland zu spielen, das ist für mich eine sehr große Ehre“, sagte Deni Felber, der am Festtag der Eidgenossen auch schon in Afrika für sein Land auftrat. Gestern, am Tag nach dem Frankfurt-Konzert, stand er schon wieder auf der Bühne. Und auch im Fernsehen wird er wieder Präsenz zeigen. „Wir haben für das ZDF in 4000 Metern Höhe auf dem Matterhorn gedreht – mit Smoking und Trompete“, erzählte er. Aber eins fehlt ihm noch: „Ich warte auf eine Einladung zum Jazz-Fest nach Frankfurt“, sagte er. Wer weiß, vielleicht geht dieser Wunsch schneller in Erfüllung, als Dani Felber denkt.

(es)

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