Fest

So feiert Oberweyer die Kartoffel

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Der Verschönerungsverein Oberweyer hatte für gestern wieder zu seinem Kartoffelfest eingeladen. Und das Zelt auf „Blums Eck“ war schnell bestens gefüllt. Einen Wermutstropfen gab es aber.

Herbstzeit ist auf dem Lande Erntezeit. Dazu gehören zwangsläufig auch die Kartoffeln, die im heimischen Raum allerdings immer weniger auf den Feldern zu finden sind. Trotzdem macht sich so mancher Landwirt noch die Mühe und pflanzt sie auf einem seiner Felder an. Für die Mitglieder des Oberweyerer Verschönerungsvereins heißt diese Zeit, wieder für sein Kartoffelfest zu planen.

Seit mehr als 15 Jahren wird dieses Fest nun schon angeboten, anfangs im Dorf selber. Hier hatte es aber Schwierigkeiten mit den damit verbundenen Straßensperrungen gegeben. Doch mit der Eröffnung des Heimatmuseums wurde man auf das Grundstück „Blums Eck“ aufmerksam, das fast am Ortsrand zu finden ist. Dort werden für das Kartoffelfest keine Straßensperrungen benötigt.

Dieses Grundstück bietet vielmehr genügend Platz, um ein großes Zelt aufzustellen, in dem die zu erwartenden Besucher trocken sitzen und die angebotenen Speisen genießen können. Zudem gibt es auch noch eine Fläche für ein weiteres Zelt, in dem genügend Platz für die benötigten Pfannen und die Herrichtung des Teigs für die Kartoffelkreppel ist. Und dann ist da auch noch Platz für ein Feuer, an dem die Kinder sich über selbst gebackenes Stockbrot freuen können.

Im Mittelpunkt des Kartoffelfestes stehen aber die rustikalen Speisen, die alle auf der Kartoffel basieren. Zuallererst waren dies die Kreppelcher mit Apfelmus, weiter zu finden waren Pommes und Chips, die besonders bei den Mädchen und Jungen gut ankamen. Und am Ende wurde auch noch eine heiße Kartoffelsuppe angeboten. Wer mit den Erdäpfeln an diesem Tag „nichts am Hut“ haben wollte, der konnte sich über Roppsel mit Kassler freuen. Auf die Frage, was Roppsel sind, kam die spontane Antwort „Sauerkraut“, verbunden mit einem Lächeln.

Und für besondere Gerichte hatte dann der Verein auch besondere Helferinnen und Helfer. Unter anderem war Bettina Schuy für die Pfanne zuständig, in der sie mit der Herstellung der goldgelben Kartoffelkreppel kaum nachkam. Und für den Teig hatte der Verein in seinen Reihen Edith Weisser. Ihr kam der heiße Sommer entgegen. „Die Kartoffeln haben in diesem Jahr sehr wenig Wasser. Im letzten Jahr mussten wir den Teig immer wieder von Wasser befreien“, sagte sie in einer der wenigen Pausen.

Die vielen Speisen stießen bei den Gästen auf Begeisterung. Sie wurden bereits zur Mittagszeit von vielen Oberweyerern und Gästen aus nah und fern genossen. Wer jedoch das Wetter ausnutzte und den Besuch in die Nachmittagsstunde verlängerte, bekam auch noch eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen.

Einen einzigen Wermutstropfen gab es am Ende dann doch vom Verschönerungsverein zu bemängeln. Dieser ging in Richtung der Stadt Hadamar. Denn auf dem Grundstück „Blums Eck“ steht ein prachtvoller Ahornbaum. Dieser wurde nun total gestutzt, so dass nur noch ein paar leere Äste zu sehen sind. „Dabei hat der Baum in vielen Farben in den vergangenen Tagen so toll ausgesehen“, bemängelte Hubert Martin vom Verein, der es gerne gesehen hätte, wenn die Stadt sich vorher mit ihm abgestimmt hätte.

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