KGV Buchhang

Frankfurter Kleingärtner schützen sich vor Vandalismus

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"Diese Hütte wurde mit roher Gewalt aufgebrochen und angezündet", erklärt Oliver Lang, Vositzender des Kleingärtnervereins Buchhang und des dazugehörigen Regionalverbandes. Das Holz am Türschloss ist abgesplittert, das Schloss selbst nicht mehr nutzbar. Das Dach der Hütte schwarz und verkohlt. Es sind die Spuren eines Einbruchs der vor drei Wochen auf dem Gelände des KGV passierte. Da diese Hütte jedoch leer stand wurde glücklicherweise nichts geklaut. Trotzdem sei laut Lang solch ein Schaden ägerlich und mit Kosten verbunden.

"Diese Hütte wurde mit roher Gewalt aufgebrochen und angezündet", erklärt Oliver Lang, Vositzender des Kleingärtnervereins Buchhang und des dazugehörigen Regionalverbandes. Das Holz am Türschloss ist abgesplittert, das Schloss selbst nicht mehr nutzbar. Das Dach der Hütte schwarz und verkohlt. Es sind die Spuren eines Einbruchs der vor drei Wochen auf dem Gelände des KGV passierte. Da diese Hütte jedoch leer stand wurde glücklicherweise nichts geklaut. Trotzdem sei laut Lang solch ein Schaden ägerlich und mit Kosten verbunden.

Schon seit Jahren sind die 95 Parzellen des Kleingärtnervereins im Frankfurter Ostend ein einfaches Ziel für Vandalismus und Einbruchsserien. Im Jahr 2017 gab es in den vier Vereinen des Regionalverbandes 20 Schäden mit einer Schadenssumme von insgesamt 9000 Euro. Damit habe jeder Verein temporär mal mehr oder weniger zu kämpfen, sagt Lang. Dieses Jahr seien die Einbruchszahlen zum Glück rückläufig. Das könne sich jedoch schnell wieder ändern.

Der Verein hat zwischen Eissporthalle, Dippemess, FSV-Gelände und dem Zirkusplatz eine hoch frequentierten Lage. Hier sei viel Bewegung und viel Bevölkerung unterwegs. Neugierige könnten sich schnell einen Überblick über das Kleingärtnergelände verschaffen. "Die Polizei kommt zwar jedes mal raus um die Straftaten aufzunehmen, jedoch mit Wartezeiten von zwei bis drei Stunden. Die haben natürlich wichtigeres zu tun und die Erfolgsquote der Aufklärung ist leider sehr gering, da es oft keine Indizien und selten Zeugen gibt", erklärtLang.

Auch die beiden Vereinsmitglieder und Parzellenbesitzer Milka Sruk und Hans Ludwig sind unter den Betroffenen. Bei Ludwig wurde der Geräteschuppen aufgebrochen und teure Werkzeuge geklaut. Drei Einbrüche gab es schon in der Parzelle von Sruk. "Ich bin wütend über die Einbrüche und wollte den Garten schon abgeben, ich habe es aber nicht übers Herz gebracht", erzählt sie. Die Rentnerin habe mit diesem Garten eine Aufgabe und einen Ort gefunden, die sie sehr liebt und schätzt.  "Hier kann ich mein Grünzeug anpflanzen und die Nachbarschaft hilft sich immer gegenseitig". 

Der Maschendrahtzaun, der komplett um das Gebiet der Pazellen führt wurde zum Teil schon vor einigen Jahren ausgetauscht. Nun werde noch das letzte 700 Meter Stück durch einen 1,80 Meter hohen massiven Stabgitterzaun ausgetauscht. Die Kosten von ungefähr 100.000 Euro würden zu 50 Prozent von der Stadt Frankfurt gezahlt, der Rest müsse über Spenden und eine Sonderumlage der Vereinsmitglieder gestemmt werden. "Es ist schwer das Geld zusammen zu kriegen", sagt Lang.

Der frühere Maschendrahtzaun sei oft runtergetreten worden um auf das Gelände zu kommen, mit dem neuen Zaun erhoffen sich die Mitglieder etwas mehr Sicherheit. Auch Gartenlauben aus massiven Beton wäre eine Möglichkeit um Einbrüche zu erschweren. "Die Stadt könnte uns mit einem Projekt bei der Sarnierung der alten Hütten unterstützen", erzählt Lang. Er wolle diesen Vorschlag des Verbands in naher Zukunft mit der Stadt weiter erörtern. Von einer Kameraüberwachung halte der Verein aufgrund von Persönlichkeitsrechten noch Abstand.

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