Kreuzung wird umgebaut

Vom Frühjahr an geht es hier in Sossenheim rund

  • Holger Vonhof
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Im Frühjahr 2019 soll die Umgestaltung der vielbefahrenen Kreuzung Kurmainzer Straße, Sossenheimer Weg und Dunantring zu einem Kreisverkehr beginnen. Rund 2,2 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. Profitieren sollen nicht nur die Autofahrer, sondern auch die Radfahrer.

Die Idee zum Umbau der Kreuzung Kurmainzer Straße, Sossenheimer Weg und Dunantring stammt vom langjährigen Ortsbeirat Günter Moos (SPD), der im Februar vorigen Jahres verstarb. Dass es Moos’ Idee war, stört Uwe Serke, den Vorsitzenden der Sossenheimer CDU und Landtagsabgeordneten, aber nicht: „Nach seinem Ausscheiden aus dem Ortsbeirat habe ich den Kreisel geerbt, das heißt vorangetrieben.“ Denn Serke ist wie Moos davon überzeugt, dass es funktioniert: Der Knotenpunkt soll zu einem Kreisverkehr umgebaut werden – wie der Dalbergplatz in Höchst. Nachdem lange nichts geschehen war, gibt es nun einen Zeitpunkt: Im Frühjahr 2019 soll der Umbau angegangen werden.

Die Sossenheimer werden die Nachricht mit Vorsicht genießen, denn es sollte auch schon in der zweiten Hälfte dieses Jahres losgehen – so hieß es zumindest 2016. Die ersten Planungen begannen 2006 /07; die notwendigen Mittel für die Baureifeplanung waren dann 2013 in den städtischen Haushalt eingestellt worden. Die Idee hatte der frühere SPD-Ortsbeirat Günter Moos noch zu der Zeit gehabt, da Serke im Ortsbeirat 6 (Frankfurter Westen) Vorsitzender der CDU-Fraktion gewesen war. Die CDU Sossenheim habe dieses Projekt aber von Anfang an positiv begleitet und mitgeholfen, es weiter voranzutreiben, sagt Uwe Serke. Vor zwölf Jahren war man von Umbaukosten von rund 490 000 Euro ausgegangen, jetzt sind 2,2 Millionen veranschlagt.

Serke erhofft sich von dem Kreisverkehr „zukünftig deutliche Verbesserungen“ für Sossenheim. Die verkehrliche Leistungsfähigkeit eines Kreisverkehrs entlaste sowohl Anwohner als auch Autofahrer zu Verkehrsspitzenzeiten: Die Anwohner profitieren von einer Verringerung des Verkehrslärms, weil der Verkehr gleichmäßiger fließt und nicht ständig gebremst und angefahren wird, was sich besonders in den Abendstunden bemerkbar machen werde.

„Außerdem erhöht der Kreisverkehr die Verkehrssicherheit“, sagt Serke. Immer wieder hätten ihm Bürger von brenzligen Situationen an der Kreuzung berichtet, die dadurch entstünden, dass viele Autofahrer Gas gäben, um noch über die Ampel zu kommen. Der Kreisverkehr soll so auch zu einer Geschwindigkeitsreduzierung beitragen. Damit werde auch für Fußgänger die Überquerung der Straßen erleichtert und sicherer. Neu geführt werden sollen auch die Radwegeverbindungen.

Ein Knotenpunkt, vier Abzweigungen und drei Stadtteile – die Kreuzung ist einer der zentralen Verkehrsknotenpunkte des Frankfurter Westens, der auch mit dem Verkehr fertigwerden muss, der durch Sossenheim rollt, wenn wieder einmal die A 66 dicht ist. Die Unterliederbacher und auch die Höchster nutzen die Kreuzung in nordwestlicher Richtung.

Als „Kreisverkehrsplatz“ (KVP) bezeichnen die Planer das, was man allgemein Kreisel nennt. Das heißt: Auf die Ampeln kann verzichtet werden, Autofahrer müssen nicht lange vorm Rotlicht warten. Rückstaus, wie sie sich beim Dalbergkreisel in Höchst in Spitzenzeiten ergeben, weil die Busse in der Hostatostraße den Abfluss des Verkehrs blockieren, sind nicht zu erwarten; die Buslinien werden dadurch sogar beschleunigt.

Die Planung sieht vor, einen Kreisel mit 30 Metern Durchmesser und einer 5,5 Meter breiten Verkehrsfläche anzulegen. Für Fußgänger gibt es Zebrastreifen mit an den Kreisverkehr angrenzenden Fahrbahnteilern. Radfahrer sollen im Kreisel, im Sossenheimer Weg und in der östlichen Kurmainzer Straße auf der Fahrbahn fahren, in den Zu- und Ausfahrten der südlichen Kurmainzer und des Dunantrings allerdings auf Schutzstreifen, die an Radwege angebunden werden. Im Dunantring und in der südlichen Kurmainzer Straße sollen durch den Wegfall von Fahrstreifen zusätzliche Längsparkplätze entstehen. Die Mittelinsel des Kreisels soll begrünt werden; auch im Dunantring gibt es mehr Grün.

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