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Zuschauer begrüßen die Profis an der Alten Oper. Deren Weg führt durch den Taunus und zurück nach Frankfurt.

Zuschauer-Tipps

Fünf perfekte Touren für jeden Radsport-Fan am 1.Mai

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Die diesjährige Rennstrecke des Radklassikers am 1. Mai bietet zahlreiche Möglichkeiten, den Feiertag sportbegeistert zu erleben. Doch Straßensperrungen verkomplizieren das Unterfangen. Wir haben fünf Pläne ausgetüftelt, die Ihnen einen gelungenen 1. Mai garantieren.

Die entspannte Tour für die Familie (mit der Bahn)

Am Start in der Eschborner Elly-Beinhorn-Straße gibt es so Einiges zu erleben. Um dort hinzukommen, nehmen sie am besten die S3 oder die S4. Dabei ist es egal, ob Sie in Eschborn oder in Eschborn Süd aussteigen, ein kleiner Spaziergang von 1,7 Kilometer ist in jedem Fall nötig. Doch es lohnt sich! Auf dem Parkplatz vor dem Möbelhaus starten nicht nur die Profis. Schon ab 8.45 Uhr starten diverse Nachwuchssportler. Ab 10.50 Uhr präsentieren sich dort die Profis auf einer Bühne zur Einschreibung. Außerdem bietet eine Event-Fläche ein buntes Rahmenprogramm. Mit dem Start der Profis um 12 Uhr ist hier jedoch das meiste erlebt und sie können weiterziehen.   

Mit der Bahn begeben Sie sich in den Taunus. In unmittelbarer Nähe der Station Sulzbach Nord erleben sie das rasante Feld ab 13.58 Uhr in einer scharfen 90 Grad-Kurve. Von einer Fußgängerbrücke bietet sich dafür eine ideale Sicht auf das Feld, das diesen Punkt mit sehr großer Geschwindigkeit passiert. Hier werden die Kinder sicher große Augen machen. Langsamer um die Kurve geht es am Ende der Sulzbacher Hauptstraße. Am "Platz der Linde" ist nicht nur ein Stimmungsnest geplant, dort muss das Feld ordentlich abbremsen, um unfallfrei um die Kurve zu kommen.

Wer es nach der rasanten Kurvenfahrt jedoch etwas ruhiger mag, kann sich nach einem kurzen Umstieg in Niederhöchststadt, mit der Bahn nach Kronberg begeben. Dort erleben Sie das Profifeld ab 15.46 Uhr in der Kronberger Innenstadt. 159 Kilometer haben die Profis da bereits in den Beinen und fahren immer noch mit enormen Tempo über die Hainstraße und Frankfurter Straße. Wer ebenfalls noch keine Erschöpfung verspürt, sollte bei gutem Wetter die Chance nicht ungenutzt lassen, den Tag im Opel-Zoo ausklingen zu lassen. Über den malerischen Philosophenweg können Sie einen idyllischen Spaziergang dorthin unternehmen. Bis 18 Uhr ist dort Einlass. Bis zum Einbruch der Dunkelheit können die Besucher dort verweilen und die vom vielen Anfeuern angeheizten Sinne beruhigen.     

Die sportliche Tour für den Fan (mit dem Rad)

Sie sind sportlich, fit, bereit auf ihrem Fahrrad alles zu geben um die Fahrer so häufig wie möglich zu sehen und nehmen aus unerklärlichen Gründen nicht am Jedermannrennen teil? Dann ist das die perfekte Route für Sie:

Natürlich gönnen auch Sie sich den Start in Eschborn. Um 12 Uhr schwingen sich die Profis vor dem Möbelhaus in der Elly-Beinhorn-Straße auf den Drahtesel und radeln davon. Auch Sie verweilen nicht mehr lange, sondern drehten ebenfalls in die Pedale, denn die Zeit läuft. Ihr nächstes Ziel: Oberursel. Hier düsen die Profis frühestens um 13 Uhr über den Marktplatz. Der direkte Weg mit dem Rad führt zwar bergauf, doch in 30 Minuten sollten sie die Strecke über Steinbach und Stierstadt geschafft haben.

Sind die Profis vorbei gesaust, können Sie sich noch ein Bratwurstbrötchen gönnen und weiter geht´s. Nächster Halt: Mammolshain. Während sich die Profis den Feldberg hinauf schuften, lassen Sie diesen rechts liegen und fahren in 40 Minuten über Oberhöchststadt nach Mammolshain. Doch Vorsicht, kurz hinter Kronberg Süd geht es rechts ab, auf die Kronthaler Straße. Hier befinden Sie sich nicht nur auf der Rennstrecke sondern müssen für 1,5 Kilometer ordentlich bergauf fahren. Allerspätestens um 14 Uhr sollten Sie hier durchgefahren sein, denn um 14.09 Uhr kommt frühestens das Feld. Planen Sie auch ein, dass Sie spätestens an der Straße „Am Steinbruch, dem sogenannten „Mammolshainer Berg“ vom Rad steigen müssen.

Dort angekommen, können sie bis zu viermal erleben, wie sich die Profis den 23 Grad steilen Berg hinauf kämpfen. Je nach Lust und Laune können sie zwischen den Durchfahrten aber auch zur Billtalhöhe (frühestens 14.17 Uhr und 15.04 Uhr) oder zum Stimmungsnest am Berliner Platz in Kronberg (frühestens 15.46 Uhr und 16.05 Uhr) umziehen, die je zweimal angefahren werden.

In jedem Fall sollten Sie nicht die Uhr aus den Augen verlieren, denn um noch rechtzeitig im Ziel zu sein, sollten sie spätestens um 16.08 Uhr die S4 in Kronberg bekommen. Verläuft alles planmäßig sind sie und ihr Rad um 16.33 Uhr an der Haltestelle Taunusanlage. Frühestens um 16.56 Uhr kommt es dort an der Alten Oper zum spannenden Finish. Es bleibt also noch genügend Zeit, irgendwo das Rad anzuschließen und sich ein Plätzchen im Trubel zu suchen. Mit der Siegerehrung lassen Sie hier ihren sportlichen Tag ausklingen.

Das Zoo-Erlebnis (mit dem Auto)

Warum nicht den Tag mit einem Zoobesuch kombinieren? Da die Zufahrt an diesem Tag äußerst eingeschränkt ist, sind dort nicht nur Parkplätze garantiert, auch der Zoobesuch selbst könnte entspannter werden, als an anderen Feiertagen. Ab 8 Uhr öffnet der Opel-Zoo seine Tore, bis 10.30 Uhr können sie hier auch noch ohne Probleme hinfahren.

Nach einem ausgiebigen Besuch der Tiere, sind Sie auch gleich mittendrin im Taunus-Spektakel. Fußläufig sind vom Zoo entspannt der Kreisel in Königstein (erste Durchfahrt ab 14.10 Uhr) und der legendäre Mammolshainer Berg (erste Durchfahrt ab 14.09 Uhr) zu erreichen. Auch nach Kronberg (erste Durchfahrt ab15.46 Uhr) können sie entspannt spazieren.

Wer auf Kronberg verzichtet und ein weiteres Highlight erleben will, der kann eines der Zeitfenster, an denen der Parkplatz des Opel-Zoos angefahren werden darf, nutzen, um nach Frankfurt zu fahren. Dafür bietet sich die letzte Gelegenheit zwischen 15 Uhr und 15.30 Uhr. Über die B445 und die A661 sind sie in einer halben Stunde nach Frankfurt gefahren. Dort empfiehlt es sich etwas außerhalb einen Parkplatz zu suchen, beispielsweise in Hausen oder Praunheim. Von Norden kommend haben Sie hier keine Probleme mit gesperrten Straßen und sind mit der U6 oder U7 ganz schnell an der Alten Oper. Denn um frühestens 16.56 kommt es hier zum Showdown mit anschließender Siegerehrung.       

Die Traditionstour für Nostalgiker

Im Zielbereich an der Frankfurter Oper geht es nicht nur beim Schlussspurt der Profis ab 17 Uhr hoch her. Schon ab 9 Uhr fahren hier die Jedermänner am Ziel vorbei. Zudem starten und enden hier Rennen in den Klassen U11 bis U 17. Gegen 14.17 Uhr kommt es hier etwa zum Schlussspurt der U23 Radsportler. Unsere Tour verlässt dieses Spektakel allerdings spätestens um 16 Uhr, denn die Tradition ruft.

Mit der Bahn begeben Sie sich zum Lokalbahnhof und spazieren dem Hainer Weg entlang zum neuen Henniger Turm. Frühestens um 16.35 wird hier nämlich das Profifeld die Traditionelle Strecke aus früheren "Rund um den Henniger Turm“-Zeiten befahren. Das lassen wir uns nicht entgehen. Und mit etwas Glück schaffen Sie es ja vielleicht doch wieder rechtzeitig zur Siegerehrung zurück zur Alten Oper.

Die Feldberg-Tour für Frühaufsteher

Frühestens um 13.28 Uhr passieren die Profis den höchsten Punkt der Rennstrecke mit 833 Meter, nach einer elf Kilometer langen Steigung von durchschnittlich 4,8 Prozent. Doch auch die Jedermänner und U23-Radler sehen diesem Berg ins Auge. Aus Sicherheitsgründen lässt die Polizei zwischen den Rennfeldern keine Fahrzeuge auf der Rennstrecke zu. Wer den Profis in die Augen sehen will, während sie sich den Berg hochkämpfen sollte sich daher bis allerspätestens 9.00 Uhr auf den Weg gemacht haben, den Berg zu erklimmen.

In einer der fotografisch wertvollen Applauskurven, können Sie es sich dann bequem machen, denn vor 14 Uhr kommen sie hier mit dem Auto voraussichtlich nicht weg. Doch auch dann bleibt noch genug Zeit, den Weg in den Zielbereich in Angriff zu nehmen. Doch der Feldberg bietet eine weitere Alternative. Wie wäre es mal mit etwas Kontrastprogramm. Statt die Spitzensportler beim Langsamfahren anzufeuern, könnten Sie sie auch in der Abfahrt bewundern – zumindest kurz. Bis zu 100 km/h kann ein guter Abfahrer mit seinen zwei dünnen Rädern erreichen. Doch Vorsicht: Nach dem Radfahrer kommen die Materialfahrzeuge und die fahren genauso schnell, also schön am Straßenrand bleiben!

Hinweis:

Alle Zeiten, die diesen Plänen zu Grunde liegen, sind der offiziellen Marschtabelle entnommen. Natürlich ist es möglich, dass die Sportler, je nach Wetterlage und Rennverlauf, auch etwas schneller oder langsamer unterwegs sind. Einen genauen Einblick in die Zeiten gibt die sowie die Liste der .

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