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Das Universitätsklinikum Gießen-Marburg ist eines von sechs hessischen Krankenhäusern, die als Schwerpunktklinik im Kampf gegen Infektionen mit dem Coronavirus gelten.

Entwicklung in Mittelhessen

Corona: Neue Zahlen für Gießen - Verwirrung um vermeintlichen Mundschutz-Mangel am Klinikum

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Wie entwickelt sich die Corona-Krise in Gießen und Mittelhessen: Der Ticker. 

Update, 26.3.2020, 11.37 Uhr: Ab heute finden Sie aktuelle Entwicklungen - der Übersichtlichkeit halber - hier in einem neuen Ticker

Coronavirus: Neue Zahlen für Gießen

Update, 25.3.2020, 14.33 Uhr: Das Hessisches Ministerium für Soziales und Integration hat neue Zahlen zu bestätigten Corona-Infektionen in Hessen herausgegeben. Demnach sind im Landkreis Gießen inzwischen 81 Fälle bestätigt. Weitere Zahlen aus Hessen finden Sie hier auf giessener-allgemeine.de*

Coronavirus Gießen: Verwirrung um vermeintlichen Mundschutz-Mangel am Klinikum

Update, 25.3.2020, 11.44 Uhr: Ein Aufruf auf Facebook wurde in den vergangenen Tagen zahlreich in der Region geteilt: "Der Kinderonkologie geht der Mundschutz aus, und es ist in kurzer Zeit nicht mit Nachschub zu rechnen. Mundschutz ist dort überlebenswichtig", heißt es dort. 

Und weiter: "An alle, die sich in den letzten Wochen mit Mundschutz eingedeckt haben, den sie ohnehin nicht nutzen können, bitte habt ein Einsehen und ein Herz!"

Das Uniklinikum Gießen bestreitet diesen vermeintlichen Missstand. "Es ist eine Fehlinformation, da wir auf Station Peiper ausreichend Mund-Nasen-Schutz für Beschäftigte und kranke Kinder vorrätig haben", heißt es aus der Pressestelle. Der Aufruf sei nicht aus dem Haus gekommen. 

Corona: Neue Fälle in Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge

Update, 25.3.2020, 8.58 Uhr: Auch die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Hessen ist von der Corona-Krise betroffen. Bislang gebe es drei positiv getestete Bewohner, hieß es beim Regierungspräsidium Gießen mit Stand Dienstag. Ob alle drei Fälle tatsächlich am Standort Gießen zu verorten sind, das ist unklar. 

Den Angaben zufolge sind in den fünf Erstaufnahme-Einrichtungen des Landes Hessen 3136 Geflüchtete untergebracht, 1402 von ihnen am Standort Gießen. In allen Einrichtungen seien Vorsorgemaßnahmen getroffen worden, so sei etwa die Essensausgabe zeitlich und räumlich neu geregelt worden.

"Alle drei Personen sind umgehend isoliert und versorgt worden und zeigen bisher nur leichte Symptome", heißt es. Auch Kontaktpersonen seien von den übrigen Bewohnern getrennt untergebracht worden. 

Coronavirus Gießen: Großes Engagement von Studenten

Update, 24.3.2020, 15.22 Uhr: Nach dem gemeinsamen Aufruf des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität und des Uniklinikums Gießen in der vergangenen Woche haben sich allein in den ersten Tagen fast 300 Studierende gemeldet. Sie wollen helfen, die Corona-Krise zu bewältigen. 

"Die Hilfsbereitschaft ist überwältigend und wir freuen uns enorm darüber", sagt Pflegedienstleitung Gunhild Flemmer, die den Studentischen Hilfsdienst koordiniert. 

Unter den Studierenden sind laut Uniklinik Gießen auch einige, die bereits eine weitere Qualifikation in der Krankenpflege, als Rettungsassistent, Notfallsanitäter aber auch als Hebamme, Medizinische Fachangestellte oder Altenpflegerin haben. Sie werden nun nach und nach dort eingesetzt, wo sie am effektivsten unterstützen können.

Corona Gießen: Bisher kein Todesfall im Kreis Gießen

Update, 24.3.2020, 15.18 Uhr: Täglich veröffentlicht das Hessische Ministerium für Soziales und Integration Zahl zu bestätigten Corona-Infektionen und Todesfällen in Hessen. Am Dienstag tauchte in dieser Liste auf ein erster Todesfall im Landkreis Gießen auf. Diese Information ist falsch. 

Aktuell gibt es keinen Todesfall im Kreis, der mit dem Coronavirus in Zusammenhang gebracht wird. Offenbar handelte es sich um einen Zahlendreher in der Liste des Minsteriums. 

Coronavirus Gießen: UKGM als Schwerpunktkrankenhaus

Update, 24.3.2020, 9.52 Uhr: Das Universitätsklinikum Gießen-Marburg ist eines von sechs hessischen Krankenhäusern, die seit Montag als Schwerpunktklinik im Kampf gegen Infektionen mit dem Coronavirus gelten. Das bestätigte Sprecher Frank Steibli auf Anfrage.

 "Die Entscheidung ist aufgrund unserer Expertise in Sachen Intensivmedizin gefallen", sagte er. Die Kliniken sollen die Koordination zwischen allen Krankenhäusern der Region und mit niedergelassenen Ärzten übernehmen. Zudem werden dort Patienten mit den schwersten Symptomen behandelt.

Corona Gießen: Änderungen bei Testcenter?

Update, 23.3.2020, 12.14 Uhr: Der Landkreis Gießen befindet sich in Verhandlungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, um den Ablauf der Tests auf eine Infektion mit dem Coronavirus (SARS-​CoV-2) zu verbessern. 

Diese Tests übernimmt die KV über den Ärztlichen Bereitschaftsdienst in Lich. Dieser ist Anlaufstelle für das gesamte Kreisgebiet. Dabei kommt es zu erheblichen Wartezeiten, zu Kontakten zwischen Personen in der Warteschlange, außerdem zu Verkehrsbehinderungen im Umfeld des Testcenters. 

Das soll so nicht bleiben: "Wir haben der KV Unterstützung angeboten, um einen geeigneteren Ort zu finden, den Informationsfluss mit dem Gesundheitsamt zu verbessern und insgesamt zu einem besseren Vorgehen zu kommen", sagt Landrätin Anita Schneider. "Dies ist nicht nur im Interesse des Kreises und aller Kommunen, sondern auch ein dringender Wunsch der Ärzteschaft. Die KV hat nun signalisiert, dass sie bereit dazu ist, gemeinsam mit uns eine neue Aufstellung zu finden. Wir hoffen, dass Ergebnisse in der kommenden Woche vorliegen."

Coronavirus Gießen: Diskussion um Öffnung des Wochenmarkt

Update, 23.3.2020, 9.04 Uhr: Soll der Gießener Wochenmarkt tatsächlich weiterhin stattfinden? Aus der Bevölkerung gibt es Kritik. Doch Bürgermeister und Ordnungsdezernent Peter Neidel will eine Schließung vermeiden. 

Er bleibt dabei, den Markt offen zu lassen, da die Landesverordnung die Wochenmärkte wie die Supermärkte von dem Betriebsverbot ausdrücklich ausnimmt. Die Ordnungspolizei werde Präsens zeigen und, falls nötig, mit Ansagen über Megafon auf das Einhalten der "gebotenen Abstände" hinweisen, sagt Neidel. Von der Stadtpolizei indes war am Samstag laut giessener-allgemeine.de* nichts zu sehen. Es hätte auch nichts schaden können, an den drei Haupteingängen des Markts größere Hinweistafeln aufzustellen. So informiert jeder Beschicker die Kundschaft mehr oder weniger auffällig selbst über die Abstandsregeln, die auch weitgehend eingehalten werden. In den Laubengängen indes geht es auch enger zu.

Corona Gießen: Neue Zahlen der bestätigten Fälle

Update, 21.3.2020, 23.04 Uhr: Im Landkreis Gießen wurden (Stand 21. März) insgesamt 64 Fälle des Coronavirus bestätigt. Davon sind drei Personen stationär aufgenommen und drei Personen geheilt.

Coronavirus Gießen: Fiese Betrugsmaschen nutzen Angst vor Virus aus

Update, 20.3.2020, 18.35 Uhr: Die hessische Polizei warnt im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Corona-Krise vor Betrügern. Auch über die Katastrophen-Warn-App Katwarn informiert die hessische Polizei. Kriminelle nutzen demnach die aktuelle Situation für Betrugsmaschen aus. So kam es so verschiedenen Methoden an der Haustür, im Internet, am Telefon oder per SMS.

Vereinzelt wird aus Hessen gemeldet, dass Menschen von Haus zu Haus gehen und sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamts ausgeben, um damit Zugang in die Wohnung zu erhalten. Mit Mundschutz und Schutzanzug versuchen die Betrüger den Eindruck zu erwecken, sie seien im offiziellen Auftrag unterwegs. Das eigentliche Ziel der Täter ist dabei, die Opfer abzulenken und - etwa mithilfe eines Komplizen - Wertgegenstände zu entwenden.

Im Internet gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Fake-Shops, die medizinische Geräte und Atemschutzmasken anbieten. Nach geleisteter Vorauszahlung wird nicht selten minderwertige Ware zu einem überhöhten Preis verschickt, meist wird das Produkt auch gar nicht geliefert.

Betrüger geben sich derzeit auch am Telefon als Ärzte aus. Sie behaupten der Angerufene stehe unter dVerdacht, mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Es würde eine Person vorbeikommen, die einen Test durchführt. Die Kosten hierfür: z.B. 200 Euro.

Weitere Betrüger geben sich als infizierte Angehörige aus, um Geld von ihren Opfern zu erschleichen.

Überdies wurde in den vergangenen Tagen an einzelne Personen SMS von dem Absender "HessenWarn" versendet. In dieser werden die Empfänger aufgefordert sich in Quarantäne zu begeben. HessenWARN versendet aber keine SMS. Diese SMS solle man ignorieren und sich beim zuständigen Gesundheitsamt informieren.

Für alle Betrugsmaschen gilt, Freunde, Verwandte und Bekannte zu informieren. Opfer wenden sich bitte an die zuständige Polizeidienststelle.

Corona Gießen: Erster Corona-Patient im Vogelsbergkreis genesen

Update, 20.3.2020, 17.40 Uhr: Aus dem Vogelsbergkreis gibt es seit heute auch gute Nachrichten: Wie das Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises meldet, gibt es die erste Genesung eines Corona-Patienten im Kreis.

Unterdessen gibt es aber auch zwei neue Corona-Fälle, meldet der Kreis. Es handelt sich um zwei Reiserückkehrer aus der Alpenregion. Eine erkrankte Frau zeigt nur leichte Symptome, ein Mann muss stationär behandelt werden.

Corona Gießen: Restaurants schließen ab Samstagmittag

Update, 20.3.2020, 12.20 Uhr: Restaurants und Gaststätten in Hessen sollen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus geschlossen werden. Start der Maßnahme ist Samstagmittag um 12 Uhr. Zudem wird die bisherige Obergrenze für Versammlungen von bislang 100 Personen in Hessen auf fünf Personen reduziert.

Das teilte die Staatskanzlei am Freitag in Wiesbaden mit. "Oberstes Ziel ist weiterhin, die Gesundheit der Menschen in Hessen zu schützen und die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen", erklärt Regierungssprecher Michael Bußer. Die verschärften Regeln wurden demnach am Freitag in einer Sonder-Kabinettssitzung beschlossen, um soziale Kontakte und das direkte Aufeinandertreffen der Menschen in Hessen weiter zu reduzieren.

Gießen: 

Update, 20.3.2020, 11.42 Uhr: Eine Frau aus dem Kreis Gießen berichtet von ihrer Odyssee eines Corona-Tests. Sie war in Ischgl, zeigte Symptome. Doch das Ergebnis erfuhr sie nur per Zufall - und das neun Tage nach dem ersten Test. 

Die 57-Jährige will versuchen, zu Hause wieder gesund zu werden. Sie lebe alleine - "zum Glück" - und bekomme eingekauft. Ins Krankenhaus will sie nur, wenn es gar nicht mehr anders geht. "Es gibt sicher Leute, die das Bett dringender nötig haben als ich." Die ganze Geschichte hier auf giessener-allgemeine.de*. 

Coronavirus Gießen: Inzwischen 56 Fälle bestätigt

Update, 20.3.2020, 10.19 Uhr: Im Landkreis Gießen wurden insgesamt 56 Fälle des Coronavirus bestätigt. Davon sind zwei Personen stationär aufgenommen und zwei Personen geheilt.

Corona Gießen: Krankenhäuser suchen Helfer - Auch Laien aufgerufen

Update, 20.3.2020, 9.01 Uhr: Mit diesem Aufruf wetteifern die drei Gießener Krankenhäuser jetzt um Freiwillige, die in den nächsten Wochen den Pflegern und Ärzten beistehen sollen. 

Das St.-Josefs-Krankenhaus Balserische Stiftung kann sich sogar den Einsatz von medizinischen Laien vorstellen. Das Universitätsklinikum und das Agaplesion Evangelische Krankenhaus setzen vor allem auf Medizinstudierende mit oder auch ohne Pflegeausbildung, wie die giessener-allgemeine.de* berichtet. 

Coronavirus Gießen: Erster Corona-Fall in Erstaufnahmeeinrichtung

Update, 19.3.2020, 15.51 Uhr: Wie der Hessische Rundfunk berichtet, gibt es den erste bestätigten Corona-Fall in einer Erstaufnahmeeinrichtung. Bei einem 24 Jahre alten Flüchtling ist am Mittwochabend nach dessen Ankunft in der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen eine Infektion mit dem Coronavirus-Erreger festgestellt worden. 

Dies ist der erste positive Befund in der Erstaufnahmeeinrichtung, wie das Regierungspräsidium Gießen am Donnerstag mitteilte. Das Gesundheitsamt Gießen sei umgehend eingebunden worden und habe angeordnet, den Mann zunächst bis zum 31. März abzusondern. Auch die möglichen Kontaktpersonen seien informiert und isoliert worden.

Coronavirus Gießen: Krisensitzung bei Gastronomen

Update, 19.3.2020, 11.53 Uhr: Die Unsicherheit unter den Gastronomen in Gießen ist groß. Schon bis Dienstag sei bei einigen der Umsatz um 50 Prozent eingebrochen. Seit Mittwoch dürfte es noch heftiger kommen: Nach dem gemeinsamen Beschluss von Bundesregierung und Land Hessen dürfen Gaststätten ab sofort nur noch bis 18 Uhr öffnen.

Bei einer Art Krisensitzung haben zahlreiche Gastronomen in Gießen eine mögliche Idee diskutiert: Ein gemeinsamer Lieferservice. "Ein Gießenrando", sagt Giovanni Parise (Heisszeit) am Dienstag in Anlehnung an den deutschlandweiten Lieferservice "Lieferando". Mehr dazu lesen Sie hier. 

Coronavirus Gießen: Zahl der bestätigten Fälle erneut gestiegen

Update, 19.3.2020, 9.54 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Kreis sind weiter gestiegen. Nach Angaben des Landkreises Gießen sind derzeit 47 Fälle des Coronavirus (SARS-CoV-2) bestätigt. Am Mittwoch war noch von 29 Fällen die Rede. 

45 Infizierte befinden sich in Quarantäne, davon sind zwei stationär aufgenommen. Zwei Infizierte sind bereits wieder genesen. Außerdem befinden sich aktuell etwa 180 enge Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. 

Deutschlandweit liegt die Zahl der bestätigten Fälle laut Robert-Koch-Institut bei 10.999, wie giessener-allgemeine.de* berichtet. 

Coronavirus Gießen: Verbote werden massenweise ignoriert

Erstmeldung, 18.3.2020, 18.34 Uhr: Es waren absurde Szenen, die sich am Mittwoch ab dem Nachmittag an den Gießener Freiluft-Hotspots abspielten. Obwohl seit Mittwoch laut einer Verordnung des Landes Hessen unter anderem Sportanlagen und Spielplätze gesperrt sind, um der Verbreitung des Coronavirus Einhalt zu gebieten, tummelten sich bei frühlingshaften Temperaturen im Stadtpark Wieseckaue bis in den frühen Abend hinein Hunderte vorwiegend junge Leute.

Im Stangenpark am Waldbrunnenweg wurde Schulter an Schulter gekeucht und geschwitzt, nebenan rollten und flogen Fuß- und Basketbälle. Auf den Wiesen saßen Dutzende Gruppen auf Decken zusammen. Angesprochen auf ihr Verhalten, antworteten die meisten, draußen seien Sozialkontakte unbedenklich.

Das städtische Gartenamt hatte offensichtlich darauf verzichtet, Sperrmaßnahmen zu ergreifen oder Verbotsschilder anzubringen. Streifen der Ordnungspolizei, die zumindest die Nutzung der Sportanlagen hätten unterbinden können, waren nicht zu sehen.

Vereine wie der MTV 1846 und die Universität haben ihre Sportanlagen geschlossen. In Lich zum Beispiel hat der zuständige Verein die Nutzung des Bürgerparks untersagt.

*giessener-allgemeine.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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