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Über elektronische Anzeigen wurden Kunden informiert.

Verdi ruft zu Streik auf

Streik der Busfahrer trifft Gießen hart

Für Freitag waren Busfahrer privater Betriebe in Hessen streiken. Die Stadtbus-Linien fallen komplett aus. 

Update, 1. November, 9.45 Uhr: Die aktuellen Entwicklungen zum Busstreik am 1. November finden Sie hier. 

Update, 27. September, 14.13 Uhr: Vor allem Schüler und Berufstätige, die auf Busse angewiesen sind, mussten bisher auf anderem Weg ihre Ziele erreichen: Denn sowohl alle Stadtbusse als auch die Busse privater Betriebe fallen am Freitag wegen des Warnstreiks der Busfahrer den ganzen Tag über aus. 

Insgesamt haben sich rund 140 Busfahrer in Gießen an dem Streik beteiligt; einige von ihnen bildeten eine Streikwache vor dem Gelände der Stadtwerke Gießen in der Lahnstraße. Am Samstag sollen die Busse dagegen wieder ganz normal fahren.

Busstreik in Gießen: Taxi- und Minicar-Unternehmen im Stress

Zahlreiche Schüler kamen zu spät zum Unterricht. Im Stress waren Minicar- und Taxiunternehmen, bei ihnen klingelte pausenlos das Telefon; sie verzeichneten einen deutlich höheren Andrang als normal.

Zahlreiche Kunden hatten von der Streikankündigung nichts mitbekommen.

Update, 27. September, 9.08 Uhr: Zahlreiche Busfahrer in Hessen sind mit Beginn ihrer Frühschicht am frühen Freitagmorgen in den Warnstreik getreten. Auch Gießen ist betroffen: Es fahren keine Stadtbusse. 

Die Fahrer der MitBus haben ihren Dienst nicht angetreten. Ebenso die Fahrer der Stadtwerke. Insgesamt sind so 140 Busfahrer weggefallen. Informiert werden Kunden, die im Vorfeld nichts von dem angekündigten Streik mitbekommen haben, unter anderem über die elektronischen Anzeigen an den Haltestellen: "Stadtbuslinien fallen aus", ist dort zu lesen. 

Konkret betroffen: Die Buslinien 1,2, 3/13, 5/15, 7, 10, 12, 800, 801 und 802 fahren nicht. 

Busfahrer streiken in Gießen: Am Samstag wieder Normalbetrieb erwartet

Aufgrund der Kürze der Zeit, so heißt es bei der MitBus, konnten jene Haltestellen, die nicht mit elektronischen Anzeigen ausgestattet sind, nicht mit Hinweisschildern ausgestattet werden. 

Am Samstag sollen die Busse wieder wie gewohnt fahren. 

Der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer hatte den Warnstreik am Donnerstag als nicht nachvollziehbar kritisiert. Verdi fordert eine Anhebung des Grundgehalts der Fahrer von aktuell 13,50 Euro auf 16,60 Euro und mehr Urlaubstage.

Erstmeldung, 26. September, 16.29 Uhr: In mehreren hessischen Städten und Kommunen werden am Freitag keine Linienbusse fahren. Auch in Gießen sind u.a. die mehr als 100 Busfahrer der Stadtwerke-Tochter "Mit.Bus" von der Gewerkschaft Verdi zu einem eintägigen Warnstreik aufgerufen worden. 

Dieser soll am Freitag mit dem Beginn der Frühschicht starten und in der Nacht zum Samstag mit der Spätschicht enden. Das gab Verdi-Sprecherin Ute Fritzel am Donnerstag auf Anfrage dieser Zeitung bekannt. Welche Auswirkungen der Streik-Aufruf für den Linienverkehr in der Stadt haben wird, war am Donnerstag noch unklar. 

Busfahrer streiken in Gießen: "Unter Umständen fährt gar kein Bus" 

Ina Weller, Sprecherin der Stadtwerke, erklärte gegenüber dieser Zeitung: "Wir können noch gar nichts sagen. Unsere Fahrgäste sollten auf jeden Fall mit starken Behinderungen rechnen. Unter Umständen fährt gar kein Bus." 

Ob sich die knapp 50 SWG-Busfahrer, die zu einer anderen Tarifgruppe gehören, dem Streik der Mit.Bus-Fahrer wie zuletzt im Winter 2017 anschließen, ist ebenso offen. 

Hintergrund für den Streik ist der Tarifkonflikt der privaten Busunternehmen in Hessen. Verdi fordert für die rund 4400 Busfahrer fünf Tage mehr Urlaub. Außerdem soll das Grundgehalt von 13,50 Euro pro Stunde auf 16,60 Euro angehoben werden.

Welche anderen Städte von dem eintägigen Warnstreik, das lesen Sie hier

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