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Frankfurt am Main, 19.08.2018,Innenstadt, Neue Mainzer Strasse, Die Umbauarbeiten am Global Tower gehen los: Am Wochenende hat ein Kran einen Kran aufs Dach gehievt, der für die Entkernung notwendig ist. (c) Foto: Rainer Rüffer

Bauprojekt in Frankfurt

„Global Tower“ wird entkernt, umgebaut und 2020 neu eröffnet

Zwei Jahre lang wird das ehemalige Commerzbank-Hochhaus entkernt und umgebaut. Dafür wurde am Wochenende ein Kran aufs Dach des „Global Towers“ gehievt, zwei Tage lang war die Neue Mainzer Straße dicht.

Es sind beeindruckende Bilder, die sich am Sonntag in der Neuen Mainzer Straße 32 - abspielen. In Einzelteilen wird der Turmdrehkran mit seinem 55 Meter langen Ausleger auf die Dachterrasse im 25. Stock gehievt und dort wieder zusammengesetzt. Bereits am Freitagabend wurde dafür die Neue Mainzer Straße gesperrt, der Verkehr umgeleitet. Trotzdem kam es rund um die Baustelle immer wieder zu Staus und Verkehrschaos.

Einfluss auf die Arbeiten in luftigen Höhen hatte dies jedoch freilich nicht, der Kran konnte wie geplant installiert werden. Dann wird das 1974 erbaute, 108 Meter hohe Gebäude, das bis 1997 die Zentrale der Commerzbank war, entkernt. Ende des Jahres soll die Fassade demontiert und mit den Rohbauarbeiten begonnen werden. 2020 soll das Gebäude fertiggestellt werden. Insgesamt 270 Millionen investiert die German Estate Group, die das Gebäude im November 2016 von der Commerzbank erworben hatte.

Sind die Arbeiten abgeschlossen, stehen insgesamt über 33 000 Quadratmeter Mietflächen, verteilt auf 30 Obergeschosse, zur Verfügung. Die neun Meter hohe Lobby im New-York-Stil wird über zwei Zugänge – in der Neuen Mainzer Straße und der Großen Gallusstraße – erreichbar sein. Im Erdgeschoss befinden sich Gastronomie- und Event-Flächen sowie Einzelhandelsläden. Die drei Obergeschosse des Sockelgebäudes verfügen über rund 2440qm Mietfläche. Im vierten Obergeschoss ist zudem eine Rooftop-Terrasse vorhanden. Pro Geschoss gibt es rund 100 Quadratmeter Mietfläche, ein Höhepunkt wird sicher die Skyline-Terrasse mit Blick über die Stadt im 25. Obergeschoss sein.

Das durch seine zeitlose Architektur geprägte Gebäude aus dem Jahr 1974 erinnert mit seinen zentralen Gestaltungselementen wie der monochromen Farbigkeit, der kubischen Grundform oder den in horizontalen Streifen angeordneten Fensterfronten an mehrere Hochhausklassiker wie das New Yorker Seagram-Building von Mies van der Rohe oder das Toronto Dominion Centre. Diese Elemente werden auch an dem neu positionierten Gebäude ihre gestalterische Bedeutung beibehalten.

(red)

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