Gastro-Kolumne

Griechisch à la Mama

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Manuela Merbert ist eine lebenslustige Frau und für jeden Spaß zu haben. Deshalb hat die Inhaberin der griechischen Taverna Serres für die Eröffnungsfeier einen riesigen Flamingo gekauft. „Damit wollte ich Kinder überraschen, aber die Erwachsenen waren davon genauso begeistert“, sagt sie. Mit ihrer guten Laune hat die Halbgriechin schon viele Gäste angesteckt, sowohl in der Taverna Serres im Oeder Weg als auch im Loftage – für die Betreiber des Rödelheimer Restaurants war sie während der vergangenen fünf Jahre tätig. Ins Berufsleben gestartet ist sie mit einem eigenen Sonnenstudio. Danach wechselte sie in eine Bank und schließlich zu einem Pflegedienst. „Ich habe im Laufe der Jahre viel ausprobiert, aber nicht wirklich das Richtige für mich gefunden.“ Abgesehen von der Gastronomie, in der sie die ganze Zeit nebenher jobbte. Mit dem Rosenrot, ein Mix aus Café und Second-Hand-Laden auf der Schweizer Straße, stieg sie hauptberuflich in die Branche ein. Weil das Konzept keinen dauerhaften Erfolg brachte, fing Merbert im Loftage an. „Das Lokal gehört den Eltern einer Freundin. Sie erzählte mir, dass dort Personal benötigt werde. Ich wollte gerne helfen, habe mich vorgestellt und bin fünf Jahre als Restaurantleiterin geblieben.“

Manuela Merbert ist eine lebenslustige Frau und für jeden Spaß zu haben. Deshalb hat die Inhaberin der griechischen Taverna Serres für die Eröffnungsfeier einen riesigen Flamingo gekauft. „Damit wollte ich Kinder überraschen, aber die Erwachsenen waren davon genauso begeistert“, sagt sie. Mit ihrer guten Laune hat die Halbgriechin schon viele Gäste angesteckt, sowohl in der Taverna Serres im Oeder Weg als auch im Loftage – für die Betreiber des Rödelheimer Restaurants war sie während der vergangenen fünf Jahre tätig. Ins Berufsleben gestartet ist sie mit einem eigenen Sonnenstudio. Danach wechselte sie in eine Bank und schließlich zu einem Pflegedienst. „Ich habe im Laufe der Jahre viel ausprobiert, aber nicht wirklich das Richtige für mich gefunden.“ Abgesehen von der Gastronomie, in der sie die ganze Zeit nebenher jobbte. Mit dem Rosenrot, ein Mix aus Café und Second-Hand-Laden auf der Schweizer Straße, stieg sie hauptberuflich in die Branche ein. Weil das Konzept keinen dauerhaften Erfolg brachte, fing Merbert im Loftage an. „Das Lokal gehört den Eltern einer Freundin. Sie erzählte mir, dass dort Personal benötigt werde. Ich wollte gerne helfen, habe mich vorgestellt und bin fünf Jahre als Restaurantleiterin geblieben.“

Diese Erfahrungen steckt Merbert jetzt in ihr eigenes Projekt – und zwar in den Räumen des einstigen Wanners. Obwohl damit ein gewisses Risiko einhergeht: Nachdem die Szene-Kneipe dichtgemacht hatte, konnte sich dort kein Lokal lange halten. „Ich verstehe das nicht. Dabei ist die Lage so toll“, sagt die Gastronomin. „Wahrscheinlich brauchen die Räume nur etwas positive Energie.“ Und eine liebevoll gestaltete Einrichtung. Dafür haben die Betreiberin und ihre Familie zwei Wochen lang gepinselt, gesprüht und dekoriert. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Alt und Neu, Blau und Weiß. Hinzu kommen bunte Lampions und Fotografien von Griechenland.

Mit Anastasios Theofilaktidis hat Merbert für die Küche einen Landsmann ihrer Mutter angeheuert – die übrigens aus Serres stammt. „Die Stadt liegt im Norden von Griechenland nahe der bulgarischen Grenzen“, erklärt die Gastronomin. Ihr kulinarisches Angebot mit Vorspeisen und Hauptgerichten, aber ohne Desserts ist eher überschaubar. Wechselnde Empfehlungen, mittags zu reduzierten Preisen, ergänzen die Auswahl. „Wir fangen erst mal klein an, möchten erst mal, dass alles sitzt, bevor wir die Karte erweitern.“

Doch das bisherige Angebot, zum Teil nach Rezepten ihrer Mutter, umfasst schon vieles, was Griechenland-Fans kennen und lieben: mit einer würzigen Reismischung gefüllte Weinblätter beispielsweise (Sarmadakia, 6 Euro) oder eine milde, sämige Paste aus Fischeiern (Taramas, 5,50 Euro). Außerdem lässt sich das frisch aufgeschnittene Weißbrot in ein Tsatsiki dippen (5,50 Euro). Alles in allem einfache, aber versiert zubereitete Vorspeisen. „Das Serres ist kein gehobenes Lokal“, erläutert Merbert ihr Konzept. „Wir möchten gute Küche zu guten Preisen bieten.“

Damit kann sie auch beim nächsten Gang punkten. Die aufgespießten Hähnchenfleischstücke sind saftig, mit Kräutern verfeinert und haben ein schönes Grill-Aroma (Gyros 13,50 Euro). Dazu lässt sich eine reichliche Portion knuspriger Pommes verspeisen. Apropos: Großzügig ist obendrein das Mpifteki gemisto portioniert (15 Euro). Das mit Schafskäse gefüllte Hacksteak samt Reisnudeln in aromatischer Tomatensauce macht selbst gute Esser satt. Allerdings ist das Fleisch ein bisschen zu stark gebraten, und die Nudeln sind ein bisschen zu weich gekocht.

Die kleinen Patzer macht der Café Frappé wieder wett (3 Euro): kalt, stark und mit so steifem Schaum, dass der Strohhalm locker darin stehen bleibt. Auf Alkoholisches müssen die Gäste derzeit verzichten, weil die Ausschanklizenz auf sich warten lässt. „Ich war zu schnell mit dem Lokal“, sagt Merbert, „habe es Mitte Juni gemietet und Anfang Juli eröffnet.“

Taverna Serres

Oeder Weg 80, Tel. 0176/344608424, geöffnet: Montag bis Sonntag 11 - 22 Uhr, Sitzplätze: 45 innen/35 außen, Küche: griechisch

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