Guido Zimmermann: Kunst weit überm Boden

Guido Zimmermann kann regelmäßig eine sensationelle Aussicht auf die Stadt mitsamt ihrer Skyline genießen. Dabei muss der Frankfurter Street-Artist allerdings ganz schön schwindelfrei sein:

Guido Zimmermann kann regelmäßig eine sensationelle Aussicht auf die Stadt mitsamt ihrer Skyline genießen. Dabei muss der Frankfurter Street-Artist allerdings ganz schön schwindelfrei sein: Seine Arbeit findet nämlich einige Meter über dem Boden, an den großen Fassaden von Frankfurts Wohnhausblöcken statt. Der Maler und Graffiti-Künstler gestaltet dort überdimensionale „Murals“. So nennt man große Wandbilder an Häuserfassaden. Viele verschiedene Motive von Zimmermann gibt es in Frankfurt bereits zu bestaunen: So kämpfen in der Friedberger Landstraße etwa ein Bulle und ein Bär miteinander, in der Hanauer Landstraße versucht ein Cowboy, sich auf dem Rücken eines wilden Stiers zu halten (Foto: Holger Menzel), und an einem Wohnheim, in dem Studierende aus aller Welt leben, in der Porthstraße in Eckenheim verkündet eine blaue Taube die Botschaft von Frieden und Vielfalt. Neben den Wandmotiven hat Zimmermann auch andere Kunstwerke in seinem Repertoire, etwa seine „Cuckoo Blocks“. Dabei handelt es sich um Kuckucksuhren in Gestalt eines Plattenbau-Wohnhauses. Der künstlerische Hintergedanke: Die Kuckucksuhr als Symbol für die biedere Mittelschicht soll mit dem Plattenbau als Charakteristikum des Lebens in sozialen Brennpunkten kombiniert werden. Ein leicht abgewandelter Block wird in einem weiteren Projekt auf Sizilien als Nistkasten genutzt. Der Projektname: Sozialmeisenbau.

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