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Vollständig hieß der Namensgeber Benno Fritz Paul Alexander Konrad Haenisch (1876 - 1925). Er war Journalist, Redakteur und Politiker, die letzten drei Jahre seines Lebens Regierungspräsident des Bezirks Wiesbaden.

Stadtteilschule

Haenisch-Schule bekommt endlich Erweiterung

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Die Konrad-Haenisch-Schule ist die Stadtteilschule von Fechenheim-Nord. Seit Jahren wächst die Zahl der Schüler, 2019 soll sie daher einen Anbau bekommen.

Die Zahl der Schüler in der Konrad-Haenisch-Schule steigt seit Jahren an. Längst reichen die Räume der dreizügigen Grund-, Haupt- und Realschule nicht mehr aus, die Kinder werden zum Teil in Containern unterrichtet. Um dieses Provisorium zu beenden, plant die Stadt nun zwei zweistöckige Erweiterungsbauten. Im kommenden Jahr, so der Wunsch des Baudezernats, soll mit dem ersten Abschnitt begonnen werden. Dafür sollen die Stadtverordneten knapp 6 Millionen Euro bewilligen.

Seit der Entstehung der Gebäude der Konrad-Haenisch-Schule ist der Raumbedarf der Schule stark gestiegen. Heute hat die Grundschule drei Züge, die Hauptschule zwei und die Realschule einen. Hier werden etwa 610 Schüler unterrichtet, etwa 220 besuchen die Grundschule und die Vorklasse. Die Haenisch-Schule ist eine von vier Frankfurter Schulen, die eine Grund-, Haupt- und Realschule miteinander verbinden.

„Die vorhandenen Räume entsprechen bei weitem nicht dem aktuellen Raumprogramm“, heißt es in der Bau- und Finanzierungsvorlage des Baudezernats. Um den akuten Bedarf an Klassen-, Differenzierungs-, Fach-, Betreuungsräumen und Lehrerarbeitsplätzen aufzufangen, wurden an der Schule bereits zwei temporäre Containeranlagen aufgestellt.

Entworfen wurden die Hauptgebäude der heute unter Denkmalschutz stehenden Schule 1958 von dem Frankfurter Architekten Otto Apel, der auch das Nordwestzentrum mitplante. Eine Machbarkeitsstudie zeigte 2016, dass der Raumbedarf der Schule durch zwei Erweiterungsbauten auf der Nord- und Südseite des Hauptgebäudes gedeckt werden kann.

Im ersten 5,89 Millionen Euro teuren Bauabschnitt soll zunächst ein zweistöckiges Gebäude südlich des Hauptgebäudes an der Kreuzung von Lauterbacher und Birsteiner Straße entstehen. „Das Gebäude wird über einen verglasten Verbindungsgang in allen drei Geschossen an den Altbau angebunden. So kann das südliche Treppenhaus des Altbaus für beide Baukörper genutzt werden“, erläutert das Hochbauamt die Pläne. Ein Aufzug im Erweiterungsbau gewährleiste den barrierefreie Zugang zu beiden Baukörpern. Der zweite Rettungsweg im Obergeschoss des Neubaus führt über eine in die Südfassade integrierte Außentreppe.

Die Haustechnik wird im Keller des Neubaus untergebracht. Die erforderliche neue Trafostation entsteht nahe der westlichen Grundstücksgrenze südlich des Schulgartens. Ein Teil des Schulhofs wird für den Neubau wegfallen.

Im ersten Bauabschnitt werden Klassenräume der Haupt- und Realschule untergebracht. Für die Lehrer entstehen hier Vorbereitungsräume sowie für die Koordination der Nachmittagsbetreuung. Auch das Lehrerzimmer wird hierher verlegt.

Im Erdgeschoss des Hauptgebäudes werden in den dann frei werdenden Räumen des Lehrerzimmers die Bibliothek und Mediathek zusammengelegt. Zwei ehemalige Klassenräume im Obergeschoss werden künftig als Kunstraum und für einen Intensivklasse genutzt. Die bisherige Bibliothek wird zum Musikraum umgestaltet. Wann und wie der zweite Bauabschnitt geplant und gebaut wird, geht aus dem Bericht nicht hervor.

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