Silke-Thielsch-Prozess

Was heißt "Totschlag"?

Vor zwei Jahren hat ein Mann ein sich küssendes Paar angefahren und dabei eine Frau - Silke Thielsch - getötet. Er könnte sich des Totschlags schuldig gemacht haben. Aber was heißt das eigentlich?

Das deutsche Strafgesetz sieht im Paragrafen 212 mindestens fünf Jahre Freiheitsstrafe für Totschlag vor - in schweren Fällen kann ein Angeklagter sogar zu lebenslanger Haft verurteilt werden. Das wäre auch die Strafe für Mord, doch das Gesetz stellt klar: Ein Totschläger ist jemand, der "einen Menschen tötet, ohne Mörder zu sein". Das heiß, die Tat ist nicht heimtückisch, grausam oder aus niedrigen Beweggründen begangen worden. Im Unterschied zur fahrlässigen Tötung muss für eine Verurteilung wegen Totschlags aber nachgewiesen werden, dass der Tod des Opfers als möglich angesehen und billigend in Kauf genommen wurde.

In dem Frankfurter Prozess gegen einen Mann, , geht es zudem noch um zwei weitere Vorwürfe: Körperverletzung und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr.

Körperverletzung kann nach Paragraf 223 des Strafgesetzbuches mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet werden.

Als gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr gilt laut Strafrechtsparagraf 315b eine Beeinträchtigung der Sicherheit des Straßenverkehrs, die Leib und Leben eines anderen Menschen oder Sachen von großem Wert gefährdet. Als Strafmaß ist eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe möglich.

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