Hintergrund

Was heute noch an die ehemaligen Wehrheimer erinnert

Viele Geschäftsinhaber aus Wehrheim, wie David und Fanny Flörsheimer (geb. Rosenberg), Vieh- und Futtermittelkaufmann mit Metzgerei, verließen ihr Anwesen am Stadttor.

Viele Geschäftsinhaber aus Wehrheim, wie David und Fanny Flörsheimer (geb. Rosenberg), Vieh- und Futtermittelkaufmann mit Metzgerei, verließen ihr Anwesen am Stadttor. Ebenso Ferdinand Katz, Viehhändler und Metzger, der sein Geschäft ebenfalls in der Straße zum Stadttor hatte. Adolf und Auguste Steinberger (geb. Hirsch) emigrierten mit Tochter Else Leopold und Schwiegersohn Richard von ihrem Haus in der ehemaligen Untergasse 4, was heute zum Stadttor heißt, in die Staaten. Von der Familie des Jacob Hirsch, der am Rathausplatz sein Geschäft als Textil- und Möbelkaufmann betrieb, lebte seit 1933 niemand mehr in Wehrheim. Auch das ehemalige Wohnhaus von Samuel Hirsch, in dem sich die Synagoge befand und in dem Enkelin Johanna ein Hutgeschäft betrieb, war seit deren Tod im Jahre 1930 im Besitz der jüdischen Kultusgemeinde. Die Auswanderer bauten sich in den USA ein neues Leben auf, freundschaftliche Bande sind geblieben, zurückgekehrt ist aber niemand. Als Erinnerung bleibt der jüdische Friedhof in der Rodheimer Straße. Er entstand 1864, da der ehemalige Friedhof in Anspach nicht ausreichte, eine Erweiterung aber nicht gestattet wurde. Die Grabsteine wurden während der NS-Zeit zerstört, sollen auf Wunsch der jüdischen Gemeinde aber nicht mehr bearbeitet werden. Die Gemeinde Wehrheim übernimmt die Rasenpflege.

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