1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus

20 Jahre im Sinne der Umwelt

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

ualoka_schmitten_umpas_p_4c
Zum 20-jährigen Bestehen der Umweltpaten Schmitten unterzeichnen das Orga-Team um Urgestein Günter Schwemmlein (vorn im Bild) und die Federführenden aus den Parteien die Statuten. © Red

Schmitten (evk). Die Umweltpaten Schmitten (Umpas) setzen sich seit inzwischen 20 Jahren dafür ein, die Umwelt in der Feldberggemeinde als Lebensgrundlage nachhaltig zu bewahren, zu behüten und zu beschützen. Zu einer kleinen Feierstunde hatte Bürgermeisterin Julia Krügers (CDU) das Orga-Team und die Federführenden aus den Parteien, die sich halbjährlich abwechseln, ins Rathaus eingeladen.

Aktuell steht Karin Ziener (SPD) an der Spitze. Sie sagt: »Ich habe noch gar nicht das Gefühl, dass wir schon so lange aktiv sind.« Vor allem bedauerte sie, dass die beiden Gründerväter Horst Siegemund und Albrecht Dommes diesen besonderen Tag nicht mehr erleben durften. »Sie wären erstaunt, was sich inzwischen alles entwickelt hat und wie lebendig die Umpas sind.«

Über 500 Freiwillige

Der Zusammenschluss von Bürgern, die der Vermüllung der Region den Kampf angesagt haben, ist aus eigener Sicht weit mehr als eine reine »Clean-up-Community«. Sie sehen sich auch als Botschafter. Sie nehmen durch ihre Präsenz bei den Säuberungsarbeiten Passanten die Müllblindheit. Durch regelmäßige Aktionen und Projekte machen sie Naturschutz erlebbar, betreiben Aufklärung und wollen damit mittel- und langfristig die Einstellung zu Umwelt und Natur verändern.

Aktuell bestehen die Umpas, die für ihre Arbeit bereits mehrmals ausgezeichnet wurden, aus 229 festen Paten, die bestimmte Reviere eigenverantwortlich betreuen und das Bild der Kommune attraktiver gestalten. Nimmt man ehrenamtliche Helfer aus Vereinen, Firmen, Kindergärten und Schulen dazu, sind derzeit mehr als 500 Freiwillige im Einsatz. Hauptaugenmerk bleiben Müllbeseitigung und -vermeidung. Inzwischen hat sich aber noch eine Neophytengruppe gebildet, die gegen invasive Pflanzen vorgehen.

Hauptansprechpartner im Orga-Team ist Urgestein Günter Schwemmlein. Er ist sich mit seinen Mitstreitern Gudrun Urban, Marco Kattwinkel und Bernd Pfister einig: »Wir brauchen für unser Tun keinen Verein und keine Hierarchien. Wir wollen mit möglichst geringem Aufwand für die Gemeinde tätig sein.«

Sein Dank galt auch den Federführenden der Parteien. Dies sind für die b-now Jörg Diergarten, für die Grünen Philip Liening, für die CDU Silvia Heberlein, für die FDP Bernd Pfister, für die FWG Reinhard Ott und für die SPD Karin Ziener. Schwemmlein betonte auch die gute Zusammenarbeit mit Dieter Moses, Nicole Lauth und André Sommer aus der Verwaltung.

Die Bürgermeisterin hob den unermüdlichen Einsatz der Umpas hervor und sagte: »Für die Gemeinde ist Ihre gemeinsame ehrenamtliche Arbeit unter dem Motto ›Bewahre, Behüte, Beschütze‹ ein wichtiger Baustein.« Ohne Taktgeber Schwemmlein hätte das nicht so gut funktioniert. Weil das Feldbergplateau mit seinen großen Besucherzahlen besonders im Fokus der Umpas steht, erhalten diese dort als Geschenk der Gemeinde zum 20-jährigen Bestehen eine Bank mit einer Plakette.

Statuten gezeichnet

Als weiteres Bekenntnis zur guten Zusammenarbeit zwischen Umpas und Gemeinde unterzeichneten Orga-Team, Federführende und Bürgermeisterin die Statuten der Umpas. Diese legen künftig die Regeln fest in Abstimmung mit dem Bürgermeister und unter Zustimmung und Mitarbeit der Parteien. Schwemmlein: »Ich hoffe, dass unsere Arbeit so erfolgreich weiter geht, immer im Sinne der Gemeinde.«

Auch interessant

Kommentare