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3200 Bäume für Klimaschutz

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Die Organisatoren Fabian Seel, Ingo Frost, Nico Heckert und Alexandra Diener freuen sich über den vollen Erfolg der Pflanzaktion. © Andreas Romahn

Grävenwiesbach-Laubach (aro). Im Grävenwiesbacher Gemeindegebiet zwischen Laubach und Heinzenberg werden 3200 junge Traubeneichen gepflanzt. Die CGI Deutschland aus Sulzbach übernimmt die komplette Wiederaufforstung von 0,8 Hektar Kahlfläche an der L3063 hinter der Weihnachtsbaumkultur. Am Samstag wurden in Zusammenarbeit mit Hessen Forst von 68 Helfern, vorwiegend Firmenmitglieder und ihre Angehörigen aus dem ganzen Rhein Main-Gebiet, die ersten rund 700 Eichensetzlinge unter Anleitung fachmännisch in die Erde gebracht.

Traubeneichen kommen hier klar

Grävenwiesbachs Försterin Katharina Romer und Uwe Neun vom Forstamt Weilrod übernahmen vor Ort die Kontrolle der erfolgreichen Pflanzung: Der Standort und die Baumart wurden nach den Kriterien Wasserbilanz, Nährstoffversorgung, Niederschläge sowie einem Klimamodell mit Sturmanfälligkeit ausgewählt. »Die Traubeneiche kommt an dem trockenen Standort mit mehr Wärme gut zurecht und ist als Tiefwurzler auch gegen Extremwetterereignisse wie Stürme unempfindlich«, begründete Romer die Standorteignung.

Die 0,8 Hektar Fläche wurde im Sommer 2020 geräumt, nachdem dort eine vom Käferbefall betroffene Fichtenkultur stand. Die Försterin freute sich über die beachtliche Privatinitiative des Unternehmens, dass im Frühjahr 0,4 Hektar und im Herbst dieses Jahres die restlichen 0,4 Hektar mit Traubeneichen bepflanzen wird.

Fabian Seel, Direktor im globalen Dienstleistungsunternehmen für IT- und Geschäftsprozesse mit 82 000 Mitarbeitern an 400 Standorten in 40 Ländern, begründete die Initiative zur ersten Waldaufforstungsaktion mit der zentralen Rolle des Waldes für Klimaschutz. Es war der Wunsch der Unternehmensführung sowie der Mitarbeiter, einen Beitrag zur aktiven Unterstützung zu leisten. Im Verlauf der sechsstündigen Aufforstungsaktion beteiligten sich auch ULFA-Vorsitzender Kurt Solz und vier Heinzenberger Bürger spontan an der Pflanzaktion.

Es wurde genau darauf geachtet, dass das Pflanzloch tief genug ist und die Pflanzen gerade stehen, nur Erde verwendet wird und die komplette Wurzel im Boden liegt. »Das ist kein Selbstläufer, sondern benötigt fachliche Begleitung«, betonten die beiden Förster die sorgfältige Vorbereitung. Sie waren zufrieden, dass alles gut funktionierte.

Obwohl alle Beteiligten mit Feuereifer und großem Durchhaltevermögen bei der Sache waren, reichte es nicht, um alle 1600 Setzlinge für die Frühjahrs-Pflanzung am Samstag in die Erde zu bringen. Die restlichen Traubeneichen werden von einer Baumschule auf Kosten des Unternehmens gepflanzt.

Der Samstag stand auch im Zeichen der Familie und eines globalen Verständnisses. So pflanzten in der Laubacher Gemarkung die CGI Mitarbeiterin Pratima Siravuri mit ihrem Ehemann und den beiden Kindern Sai und Sanjane zum ersten Mal Bäume. Die aus Indien stammende in Steinbach wohnende Familie freute sich über ihren Beitrag zum Klimaschutz im Taunus. Die Bedeutung der vom ganzen Unternehmen getragenen Waldschutzinitiative unterstrichen die drei CGI Vice President Ingo Frost, Nico Heckert und Alexandra Diener, die mit ihren Familien selbst fleißig Bäume pflanzten und die Identifizierung mit dem Forstprojekt unterstrichen: »Wir wollen sehen, wie die Bäume wachsen, und waren froh mit unserer Muskelkraft daran teilzuhaben.«

Bürgermeister Roland Seel schaute am Nachmittag ebenfalls vorbei und versicherte, dass die Gemeinde ihren Beitrag zum Schutz der Setzlinge leisten wird. Das 0.8 Hektar-Gelände erhält ein Gatter, um Rotwild und Niederwild fernzuhalten.

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