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330 000 Euro mehr für Hochbehälter

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Kostenexplosion schlägt im Etat ein

Grävenwiesbach -Nach rund 90-minütiger Sitzung verabschiedete sich am Dienstag die Grävenwiesbacher Gemeindevertretung in die parlamentarische Sommerpause. Zuvor hatten die Parlamentarier im Dorfgemeinschaftshaus Hundstadt die Tagesordnung mit durchweg einstimmigen Entscheidungen abgearbeitet. Zur Eröffnung der Sitzung wurde der neue Gemeindefeuerwehrvorstand ernannt und ein ausscheidendes Mitglied verabschiedet.

So erhielt Kai Süssner vom Ersten Beigeordneten Heinz Radu (FWG) und Parlamentsvorsteher Winfried Book (CDU) seine Entlassungsurkunde, nachdem er zuvor 35 Jahre lang ununterbrochen als Wehrführer von Hundstadt (von 1987 bis 2012) und als stellvertretender Gemeindebrandinspektor (von 2012 bis 2022) im Ehrenbeamtenverhältnis der Gemeinde gestanden hatte. Erneut in das Ehrenbeamtenverhältnis berufen wurden Gemeindebrandinspektor Peter Hess sowie der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Sascha Herr. Als Nachfolger von Süssner wurde Alexander Lehr zum stellv. Gemeindebrandinspektor ernannt.

Die bisherigen Wehrführer aus Grävenwiesbach Hendrik Solz, aus Hundstadt Hans Hess, aus Laubach Alexander Wick, aus Mönstadt Michael Mohr und aus Naunstadt Lars Müller erhielten die Ernennungsurkunde ebenso wie die neuen stellvertretenden Wehrführer von Grävenwiesbach Marius Herrmann, von Heinzenberg Stefan Dannewitz, von Hundstadt Bastian Hartmann und von Mönstadt Veit Bosenbecker. Die bisherigen stellv. Wehrführer von Laubach Lisa Brodkorb und von Naunstadt Uwe Neun wurden erneut ernannt.

Einstimmig wurden die Artikeländerungssatzung über die Bildung und Aufgaben von Elternversammlungen und Elternbeirat für die Kindergärten der Gemeinde Grävenwiesbach sowie die Änderungen am Gesellschaftsvertrag der Wohnungsbau Hochtaunuskreis GmbH beschlossen.

Allgemeine Verteuerung

Der Beschlussvorschlag des Gemeindevorstands für eine rund 13 Quadratmeter Straßenteileinziehung in Heinzenberg, um einem privaten Käufer den Erwerb des Grundstückes zu ermöglichen, wurde zwecks weiterer Beratung in den Bauausschuss verwiesen; auch der Ortsbeirat Heinzenberg soll gehört und um eine Stellungnahme gebeten werden. Hintergrund der Verweisung ist die Klärung einer offenen Rechtsfrage, ob ein möglicherweise entgegenstehendes Nutzungsrecht eines Nachbarn besteht.

Weit schwerwiegender war für die Parlamentarier die einmütige Zustimmung zu überplanmäßigen Ausgaben in Höhe von 330 000 Euro beim Bau des Trinkwasserhochbehälters Heinzenberg. Erster Beigeordneter Radu (FWG) erläuterte in Vertretung von Bürgermeister Roland Seel (CDU) die aufgrund der allgemeinen Verteuerung dramatische Lage bei Ausschreibungen: "Uns laufen die Preise weg."

Noch länger warten teurer

Zunächst bestand beim Gemeindevorstand die Hoffnung, erwartete Mehrkosten mit den entsprechenden Haushaltsresten aus dem Vorjahr decken zu können. Jedoch weisen die zwei vorliegenden Angebote so extreme Mehrkosten auf, dass überplanmäßige Ausgaben erforderlich werden.

Den Zwang zur Akzeptanz der Mehrkosten sah auch die Opposition. Christian Tramnitz (Grüne) verband die zähneknirschende Zustimmung der Fraktion mit der Feststellung, dass mehr Verzögerung noch höhere Kosten verursachen würde. Und UB-Fraktionsvorsitzender Laurenz Fangmann gab offen zu: "Trotz aller Bedenken gegen den Standort müssen wir zustimmen."

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