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6000 Euro vom Erfolgsmodell

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Die Glocken-Apotheke übergibt die Spende als Dank für das umgerüstete Jugendzentrum (von links): Bürgermeister Thomas Pauli, Testzentrum-Leiter Daniel Lippert, Unternehmerin Dr. Schamim Eckert mit Tochter Miri, Streetworker Joshua Kählitz und Ute Birk-Lemper vom VzF und Vorsitzende des Sozialausschusses. © Red

Neu-Anspach (kop). Viele, sehr viele. Wie viele Menschen genau sich seit der Eröffnung des Corona-Testzentrums im Neu-Anspacher Jugendzentrum in der Gustav-Heinemann-Straße am 18. März vergangenen Jahres dort einem Test unterzogen haben, kann Dr. Schamim Eckert, Inhaberin der Glocken-Apotheke, nicht sagen. Doch die Mitarbeiter haben reichlich zu tun.

Als Dank für die Bereitstellung der Räumlichkeiten übergab Eckert nun einen Scheck über 6000 Euro an den Verein zur Förderung der Integration Behinderter (VzF) und die Stadt.

»Das dürfte ungefähr dem entsprechen, was wir an anderer Stelle für die Miete bezahlt hätten«, sagt Eckert bei der Übergabe an Bürgermeister Thomas Pauli (SPD), den städtischen Streetworker Joshua Kählitz und die Sozialausschussvorsitzende Karin Birk-Lemper (FWG/UBN). Birk-Lemper ist beim Termin in Doppelfunktion vor Ort, denn sie ist auch zweite Vorsitzende des Vereins, der das Jugendhaus betreibt.

Das Geld soll auch der Jugend zugutekommen. »Wir wollen die Spende zweckgebunden für die Skateranlage im Neubaugebiet verwenden«, sagte Pauli. Er erinnerte an zwei weitere Spenden, die Eckert bereits überreicht habe. So gingen bereit schon einmal 3000 Euro an die Kita Mitte und weitere 3000 Euro an das Jugendhaus, das am 4. Juni vergangenen Jahres durch das verheerende Hochwasser in Neu-Anspach in Mitleidenschaft gezogen worden war.

Damals hatten die Mitarbeiter des Testzentrums unter der Leitung von Daniel Lippert gerade ihr vorhandenes Material in die Kellerräume gebracht, noch in der gleichen Nacht mussten sie dann alles wieder hochräumen, um weitere Wasserschäden zu verhindern. Doch davon lässt sich das Team nicht abschrecken. Und auch Eckert nicht, der die von Pauli als »Erfolgsmodell« bezeichnete Teststation inzwischen auch nach Grävenwiesbach, Kelkheim und ins DRK-Altenheim in Kronberg exportiert hat.

Inzwischen 127 Mitarbeiter

Hinzukommen mobile Teams, die etwa in Kitas und Firmen testeten. Auch betreibt die Apotheke inzwischen ein eigenes Labor, das PCR-Tests innerhalb weniger Stunden auswerten kann. »Damit können wir alles selbst nachvollziehen und etwaige Fehler bei der Datenübermittlung selbst beheben«, erklärte dazu Daniel Lippert.

Aufgrund dieser Ausweitungen hat Eckert inzwischen 127 Angestellte und hat im Februar eine persönliche Assistentin angestellt, um den Überblick behalten zu können. »Das ist schon viel geworden«, sagt die Apothekerin. Am Spitzentag im Sommer 2021 wurden alleine in Neu-Anspach über 1600 Menschen auf Corona getestet.

Doch die Zusammenarbeit mit dem VzF und auch der Stadt laufe hervorragend. »Wir haben uns hier immer gut gefühlt und wurden auch bei aufkommenden Fragen gut betreut«, lobte sie die zuständigen Stellen. Das habe bis zu guten privaten Kontakten und gemeinsamen Grillabenden geführt. »Wir wollen nun gerne etwas zurückgeben«, sagt die Spenderin - und das nicht nur an Verein und Stadt. Auch andere Helfer und die Mitarbeiter sollen von dem Erfolg profitieren.

Große Helferparty steht noch aus

Für den 10. September ist eine Helferparty mit rund 150 geladenen Gästen im Bürgerhaus geplant. »Dreimal mussten wir bereits wegen Corona verschieben. Diesmal soll es endlich klappen«, hofft Eckert. Die (dann alle frisch getesteten) Gäste sollen sich nicht nur an Essen und Getränken erfreuen, es soll auch einige Überraschungen geben.

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