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Oberurseler zahlen vom kommenden Jahr an weniger für die Entsorgung ihres Mülls.Symbolfoto: dpa

Laufende Kosten

Oberursel: Das ändert sich 2019 bei der Abfallentsorgung

Zum Jahresbeginn tritt eine geänderte Abfallsatzung in Oberursel in Kraft. Bei den monatlichen Kosten wird es für Bürger günstiger. Wie viel zahlt man für was? Wir schlüsseln die künftige Ordnung auf. 

Wenn Gebühren verändert werden – oder „angepasst“, wie es meist offiziell heißt – bedeutet das aus Sicht der Bürger häufig nichts Gutes, denn in der Regel kommen Gebührenerhöhungen auf sie zu. Diesmal ist es in Oberursel anders. Zu Jahresbeginn tritt eine neue Abfallsatzung in Kraft, dank der es in vielen Bereichen für die Oberurseler günstiger wird.

Für die Oberurseler wird es billiger

Wie berichtet, hatten die Stadtverordneten die neue Satzung im September beschlossen. „Die Einheitsgebühr sinkt um bis zu 29 Euro pro Jahr“, heißt es nun in einer Pressemitteilung des städtischen Betriebs Bau und Service Oberursel (BSO), der für die Abfallentsorgung zuständig ist. Weil Oberursel seinerseits weniger für die Entsorgung an die Rhein-Main-Abfall GmbH zahlen muss, muss die Kostensenkung an die Bürger weitergegeben werden.

Der BSO erhebt von den Bürgern eine Einheitsgebühr, in der die Abfuhr von Bio- und Restmüll im Zwei-Wochen-Rhythmus sowie von Altpapier im Vier-Wochen-Turnus enthalten ist. Nun sinken die monatlichen Kosten für die 14-tägige Leerung der 60-Liter-Tonne von 15,97 auf 15,03 Euro, für die 80-Liter-Tonne werden künftig 17,79 statt bisher 19,22 Euro verlangt, für 120 Liter 23,32 statt bisher 25,72 Euro, für das 240-Liter-Gefäß 43,27 statt bisher 45,21 Euro. Gering sind die Änderungen für das 770- und das 1100-Liter-Gefäß. Die Gebühren betragen fortan 129,29 statt 129,79 respektive 180,39 statt 180,67 Euro. Diese Gebühren sind nun bis 2023 kalkuliert.

„Die Einheitsgebühren für Restabfall sind für alle Gefäßgrößen gesunken“, hebt der BSO hervor. Allerdings: Bei den Sonderleistungen, wie der wöchentlichen Restabfallleerung oder der Gefäßreinigung kommt es zu Gebührenanstiegen. Gründe hierfür seien höhere Kosten für Logistik-, Zeit- und Verwaltungsaufwand. Die neuen Gebührenbescheide sollen Anfang Januar verschickt werden.

Die neue Satzung beinhaltet nicht nur die neuen Tarife, sondern auch inhaltliche und redaktionelle Anpassungen. Die Begriffsbestimmung „Bioabfall“ wird um eine Erläuterung erweitert, was kein Bioabfall ist. Dazu zählen Biokunststoffe, zum Beispiel Maisstärkebeutel, auch wenn sie als biologisch abbaubar gekennzeichnet sind.

Hohe Zerfallszeit

Die Oberurseler Bioabfälle werden im Deponiepark Brandholz verarbeitet, und die „kompostierbaren“ Bioabfallsammelbeutel könnten dort, aufgrund der hohen Zerfallszeit, die die Durchlaufzeit der Vergärungsanlage deutlich überschreitet, nicht verwertet werden.

Altöl wird von Januar an auf dem Wertstoffhof an der Oberurseler Straße nicht mehr angenommen. Hintergrund ist die 2017 in Kraft getretene Wasserschutzverordnung. „Insbesondere flüssige wassergefährdende Abfälle stellen eine Gefahr für das Grundwasser dar. Um dem Trinkwasserschutz Rechnung zu tragen, werden Altöl und ölverschmutzte Betriebsmittel nicht mehr auf dem Wertstoffhof gesammelt“, erklärt der BSO. Altöl sei vorrangig über die Rücknahmepflicht im Handel zu entsorgen. Restbestände von Altöl und ölverschmutzten Betriebsmitteln könnten bei der mobilen Schadstoffsammlung abgegeben werden.

Die neue Abfallsatzung ist zu finden auf und auf . Fragen beantwortet die städtische Abfallberatung unter (0 61 71) 5 02–3 00.

(red)

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