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Älteste Kita

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50 Jahre "Unterm Himmelszelt"

Neu-Anspach -Vier Kindertagesstätten betreibt die Stadt Neu-Anspach, zwei private und zwei kirchliche gibt es heute. Das war nicht immer so. "Wir sind der älteste Kindergarten", sagte Pfarrerin Claudia Winkler nicht ohne Stolz. Vor 50 Jahren wurde der Kindergarten in der Friedrich-Ebert-Straße eröffnet, ein Grund zum Feiern.

Die Geschichte des evangelischen Kindergartens reicht noch viel weiter zurück. Der erste Anspacher Kindergarten war nämlich im Schwesternhaus und Teil der diakonischen Arbeit. Das Schwesternhaus stand ehemals an der Kirche, ein alter Fachwerkbau, der mit der Fertigstellung der Neubauten abgerissen wurde.

Glaube und Natur sind wichtig

Der Neubau wurde an der Friedrich-Ebert-Straße errichtet, wo bis heute wochentags Kinder ein- und ausgehen. Dort ist auch das Gemeindebüro untergebracht. Baulich hat sich im Großen und Ganzen nicht so viel geändert. Nur mit einem Anbau des Bewegungsraums wurde das Ensemble ergänzt. Innen wurde allerdings kleinmaßstäblich umgebaut: Für längere Zeit bestand dort eine Wohnung, die in der Flüchtlingswelle 2015 gute Dienste leistete. Inzwischen wird wurde sie zurückgebaut und als Büroraum für die Kita-Leitung genutzt. Geleitet wird die Kita "Unterm Himmelszelt" von Ulrike Mank, die sich auf ein siebenköpfiges Team stützt. Dazu kommt eine Köchin, die täglich frisches Essen zubereitet. Geplant war die Einrichtung für drei Gruppen, heute sind es zwei, eine Regelgruppe und eine Familiengruppe, in der auch Kinder unter drei Jahren betreut werden. Damit bietet der Kindergarten das, was Eltern heute erwarten.

Die Standards fußen auf dem Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan mit evangelisch christlichen Leitlinien. Eine gewisse Nähe der Eltern zur Kirche werde daher vorausgesetzt, so die Pfarrerin. "Wir beten vor dem Essen", ergänzt Mank, und die Pfarrerin bespricht mit den Kindern auch christliche Themen, beispielsweise die Taufe. "Wir vermitteln schon christliche Werte und dass jeder so ist und angenommen wird, wie er ist, ist uns auch wichtig", sagt Winkler weiter. "Das Thema Natur ist auch wichtig", bringt Mank den wöchentlichen Naturtag ins Spiel, wobei sie auf das naturnahe Außengelände mit Blumen, Obst- und Gemüsegarten verweist. Die Verantwortung für die Kita obliegt der Kirchengemeinde, ihr Vorstand hat gerade in der Zeit nach 2015 beweisen, dass er schnell und flexibel agieren, denn die Kita in der Friedrich-Ebert-Straße wurde schnell für Flüchtlingskinder geöffnet: "Sie wurden inzwischen auch alle gut eingeschult", erklärt Mank. Eine Mutter sei inzwischen Kollegin.

Zwei Tage

Programm

Zurück zum Jubiläum: Am 9. Juli soll von 14 bis 18 Uhr gefeiert werden. Nach einer Andacht, Grußworten und dem Auftritt des Spatzenchors gibt es Kaffee und Kuchen, dann eine Theatervorstellung. Ein Elternensemble spielt "Räuber Hotzenplotz". Ein Spielmobil soll für zusätzlichen Spaß bei den Kindern sorgen. Später gibt es Würstchen und Salate, und mit einer weiteren Andacht geht der erste Tag zu Ende.

Am Sonntag geht es um 12 Uhr mit einem Familiengottesdienst weiter, gefolgt von Sektempfang und Mittagsimbiss an der Kirche. Um 13 Uhr findet dann ein Benefizkonzert für die Ukraine-Hilfe statt. Es spielt die "Blues-Rock-Corporation".

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