1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus

Allegro-Musikfest geht neue Wege

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

ualoka_htk_allegro_phk_0_4c
In lockerer Runde präsentieren (von links) Lilly Wright (Kulturkommunikation), Mona Homm (Gewerbeverein), Karl-Werner Joerg und Friederike Richter-Wedell das Allegro-Programm für dieses Jahr. FOTO: BURGER © Red

Hochtaunuskreis. Allegro, das große Musikfest, wirft keinen Schatten voraus. Es ist, um in der Sprache zu bleiben, die kulturelle Sonne des Jahres im Usinger Land. Erstmals gehen die Verantwortlichen um Karl-Werner Joerg und die Vorsitzende des Kulturkreises Usinger Land, Friederike Richter-Wedell, eine Art Kooperation ein. Diese ist eigentlich den späten Sommerferien und den damit verbundenen Terminkollisionen zu verdanken.

Der Gewerbeverein Usingen hat keine Sekunde gezögert, Allegro die Hand zu reichen: Am Wochenende des Stadtfestes gehört die Bühne für einen Abend dem Musikfestival.

Und sowohl Joerg als auch Richter-Wedell sind voll des Lobes für das Entgegenkommen und die Bereitschaft, auch im kommenden Jahr eine Zusammenarbeit ins Auge zu fassen. Mona Homm, die am Dienstag für den Gewerbeverein die Aktion mit präsentierte, findet das gemeinsame Vorgehen zumindest an einem Wochenende sehr sinnvoll. »Zumal ja sowieso die große Bühne bereits steht«, wie sie sagt. Auch Tische und Bänke an der Seite der Hugenottenkirche können genutzt werden, der an dem betroffenen Freitag stattfindende Wochenmarkt wird auf die untere Seite des Platzes verlegt und endet zudem früher.

Und so wird am Freitag, 1. Juli, 18 Uhr, die Bühne mit der Band von Roger Böhm belegt. Die Open-Air-Jazz-Night ist übrigens kostenfrei, wie die beiden künstlerischen Leiter Richter-Wedell und Joerg ausgemacht haben. Das soll zum einen dazu führen, dass sich vielleicht auch nicht so kulturinteressierte Bürger mit Allegro befassen - zum anderen kann der Alte Marktplatz nur schlecht abgesperrt werden, wenngleich er an dem Tag für den Verkehr dicht ist.

Das RheinMainJazzOrchestra um Bandleader Böhm hat sich den Tönen von Duke Ellington, Chick Corea und Herbie Hancock verschrieben. Bedeutet: Es wird schwungvoll. Mit 16 Musikern füllt sich die Bühne zudem auch personell ordentlich, was eine also entsprechende Klangfülle verspricht. Mit groovigen Arrangements und viel Raum für Improvisation erwartet die Besucher ein Spektakel der ganz anderen Art, da sich Allegro ja sonst eigentlich eher auf der klassischen Seite der Musik bewegt.

Betreffs Klassik allerdings bringt das Musikfest ausreichend Angebote zwischen dem 24. Juni und 10. Juli auf die Bühnen in Usingen, Grävenwiesbach, Neu-Anspach und Weilrod (siehe Info-Box). Schon das Eröffnungskonzert wird ein echter »Knaller«, denn am 24. Juni gastiert das »ensemble reflektor« im Christian-Wirth-Saal der Usinger Schule. Seit 2013 verwirklichen die Musiker gemeinsam Projekte und traten unter anderem im Rahmen des Festspielfrühlings Mecklenburg-Vorpommern mit Solisten wie Natalia Prishipenko und Nils Mönkemeyer auf. Im Frühjahr 2015 gründeten die professionell ausgebildeten jungen Musiker den gemeinnützigen Verein ensemble reflektor und agieren seither selbstverwaltend. Zu hören sind von Maddalena Casulana »Ahi Possanza«, »O Notte« und »Morir non puo il more«, von Thea Musgrave das Helios-Oboenkonzert und von Louise Farrenc die zweite Sinfonie.

Großes Orchester in Neu-Anspach

Am 8. Juli folgt in Neu-Anspach ein Auftritt der Formation Compagnia di Punto - ebenfalls etwas Besonderes. Die große Orchesterbesetzung ist zusätzlich mit Avinoam Shalev am Cembalo, Dmitry Ablogin am Hammerklavier und Sophie Wedell an der Barockvioline namhaft verstärkt. Diese einzigartige Instrumenten-Kooperation bietet von Georg Philipp Telemann das Konzert für zwei Hörner, Streicher und Continuo, von Bach das Violinkonzert in a-Moll und von Carl Philipp Emanuel Bach die Sinfonie F-Dur WQ 175, Doppelkonzert für Cembalo, Hammerflügel und Orchester in Es-Dur sowie die Sinfonie C-Dur.

Auch interessant

Kommentare