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Alte Kaserne in Pfaffenwiesbach soll verkauft werden

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Von: Inka Friedrich

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Die Alte Kaserne in Pfaffenwiesbach könnte schon bald an einen Investor verkauft werden. Damit das geschieht, muss die Gemeindevertretung aber erst zustimmen. Eine entsprechende Beschlussvorlage wird gerade von der Gemeindeverwaltung vorbereitet. © Inka Friedrich

Die Alte Kaserne in Pfaffenwiesbach ist in schlimmen Zustand. Im Zuge der Diskussion um die Sanierung des Roten Rathauses kommt nun Bewegung ins Immobilienmanagement - und ein Verkauf wird wahrscheinlich.

Wehrheim. Auch wenn das Rote Rathaus immer als Wehrheims Wahrzeichen bezeichnet wird: Das Apfeldorf hat in seinen vier Ortsteilen noch zahlreiche andere Immobilien, die historischen Charakter haben und mit denen sich die Wehrheimer ebenfalls stark identifizieren. Wie das Alte Rathaus auch stehen auch sie unter Denkmalschutz. Beispiele dafür sind die Alte Kirche in Obernhain, die Alte Schule in Pfaffenwiesbach - und direkt daneben die ebenfalls alte Kaserne.

Allerdings ist es auch ein offenes Geheimnis, dass das Gebäude der Kaserne bereits seit Jahren verfällt, einige Pfaffenwiesbacher ja sogar einräumen, sie kennen das Gebäude gar nicht anders als eben etwas heruntergekommen.

Verkauf an privatem Investor? Erhalt des Jugendzentrums ist erwünscht

Im Zuge der Diskussion rund ums Rote Rathaus wurde auch das Thema Renovierung anderer historischer Gebäude und da ganz besonders der Zustand der Alten Kaserne wieder aktuell. Denn das denkmalgeschützte Gebäude, das zuletzt als Flüchtlingsunterkunft diente, ziert die Forsthausstraße bereits seit Jahren nicht mehr, zumal in der nahe gelegenen Lindenstraße bald eine Wohnbebauung erfolgen soll.

Bei der letzten Sitzung des Bauausschusses in Wehrheim erwähnte Bauamtsleiter Frank Dechert, dass nun Bewegung in die ganze Sache kommt. Bei einem Pressetermin am vergangenen Donnerstag berichtete Wehrheims Bürgermeister Gregor Sommer, dass eine Beschlussvorlage in Vorbereitung sei, die den Gemeindevertretern bei einer der nächsten Sitzungsrunden, aller Voraussicht aber erst im Juli, vorgelegt werden soll. »Wir wollen zunächst einmal einen politischen Beschluss herbeiführen, um die Fläche zum nächstmöglichen Termin veräußern zu können. Eine Lösung für den Gebäudekomplex ist beispielsweise ein privater Investor, der Wohnraum schafft und - was ganz besonders erstrebenswert wäre - auch die Möglichkeit schafft, dass das angrenzende Jugendzentrum in seiner Form weiterbestehen kann«, sagt Sommer - und erklärt weiter: »Doch bevor wir überhaupt ein Bieterverfahren durchführen können, müssen zunächst die Parlamentarier zustimmen, erst danach kann eine Ausschreibung erfolgen.«

Somit könnte sich einer der Wehrheimer »Immobilien-Problemfälle« schon bald gelöst haben, was vermutlich sehr zur Zufriedenheit des in Wehrheim regierenden Dreierbündnisses aus SPD, Grünen und FDP beitragen könnte, die dies zuletzt angemahnt hatten.

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