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Alternative Taunus-Rundfahrt

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Hochtaunus (red). Im Taunus gab es während des Zweiten Weltkrieges Stätten, die für das Kriegsgeschehen eine besondere Bedeutung hatten, die aber heute fast niemand mehr kennt. Mit der »Alternativen Taunus-Rundfahrt« der KEB (Katholischen Erwachsenenbildung) sollen diese Stätten dem Vergessen entrissen werden. Ausgangspunkt und Beginn für die Rundfahrt am Samstag, 4.

Juni, ist der Ort des früheren Führerhauptquartiers »Adlerhorst« in Ziegenberg (Ober-Mörlen) und Wiesental (Butzbach), Hitlers größtem Hauptquartier auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik.

Die zweite Station der Rundfahrt geht zum Schloss Kransberg, der Dependance von »Adlerhorst« und 1939/40 vorgesehenes Hauptquartier von »Reichsführer-SS« Himmler, Reichsaußenminister von Ribbentrop und Reichskanzleiminister Lammers - später auch für »Reichsmarschall« Göring (1944/45). Kurz vor Ende des Weltkrieges sollten hier noch Häftlinge vom Außenkommando »Tannenwald« des Konzentrationslagers Buchenwald 1944/45 einen Fluchtstollen in das Bergmassiv unter Schloss Kransberg bauen.

Als dritter Punkt wird der »Hasselborner Tunnel« bei Grävenwiesbach angefahren. Der über 1300 m lange Eisenbahntunnel wurde 1939 zum »Führertunnel«, in dem der Sonderzug von Hitler bombensicher untergestellt werden sollte.

Als letzte Station wird das Gelände des früheren Flugplatzes Merzhausen (Neu-Anspach und Usingen) angefahren. Hier wurde seit 1937 ein sogenannter Einsatzhafen der Luftwaffe gebaut. Von dem als Schafweide getarnten Flugplatz aus sollte mit Kriegsbeginn der plötzliche Luftangriff gegen die westlichen Nachbarländer durchgeführt werden.

Eine vorherige Anmeldung per E-Mail ist notwendig an keb.hochtaunus@bistumlimburg.de oder telefonisch 069/80 08 71 84 70 bis 26. Mai. Eine Zusteigemöglichkeit besteht auch in Wehrheim (9.30 Uhr (gegenüber vom »Alten Rathaus«). Ende der Rundfahrt ist gegen 18 Uhr.

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