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Ampel macht Kreuzung sicherer

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BU: Die neue Ampelanlage in Höhe der Metzgerei Henrici hat auch ein Warnlicht am Fußgängerüberweg. © Red

Neu-Anspach . Seit Ende vergangenen Jahres ist der Schulweg der neunjährigen Juli zur Grundschule An der Wiesenau sicherer. Denn eine neue Ampelanlage macht das Überqueren der Kreuzung der Saalburgstraße (L 3041) zur Weilstraße/Taunusstraße (L 3270) in Höhe der Metzgerei Henrici deutlich sicherer als zuvor. »Der größte Vorteil für die Kinder ist, dass die Friedhofsschaltung weg ist«, so Julis Großvater Günter Bohne.

Er hatte vor rund zwei Jahren im Gespräch mit dieser Zeitung auf diese Gefahrenstelle aufmerksam gemacht.

Die zweite Fußgängerfurt parallel zu der zwischen der Nassauischen Sparkasse und Metzgerei Henrici verlaufenden Fußgängerfurt war verwirrend für alle Verkehrsteilnehmer und machte das Überqueren der Straße unsicher. Sie gibt es nun nicht mehr. Die zweite Fußgängerfurt, die auch nur für die ehemalige Trauerzugschaltung quer über die Kreuzung da war, war das Problem.

Über zehn Jahre alt

Nach einem Ortstermin des gemeinsame Ordnungsamtsbezirks von Neu-Anspach, Usingen und Grävenwiesbach mit Hessen Mobil, Kreisverkehrsbehörde und regionalem Verkehrsdienst der Usinger Polizei im vergangenen Frühjahr, wurde sie im Zuge des Ampel-Umbaus von Hessen Mobil abgeschaltet.

Das Ordnungsamt hatte das Thema schon länger auf dem Schirm, denn auch die Politik wünschte sich die vor mehr als zehn Jahren eingerichtete Trauerzugschaltung auf ihre Notwendigkeit zu überprüfen. Diese Schaltung wurde ursprünglich installiert, um größeren Trauerzügen von der Kirche im alten Ortskern von Neu-Anspach (Langgasse) hin zum Friedhof Mitte (Friedhofsweg) das Queren der Saalburgstraße (L 3041) zu erleichtern.

»Man konnte manuell die Ampel auf Rotphase für Fahrzeuge stellen und hatte somit dauerhaft eine Grünphase für die Fußgänger auf dieser speziellen Furt«, so Canel Altintop, Pressesprecher von Hessen Mobil. »Dieser Anwendungsfall ist aber inzwischen obsolet, da eine Trauerhalle am Friedhof Mitte errichtet wurde, wo die Trauerfeiern nun abgehalten werden. Es finden somit keine Trauerzüge von der Kirche zum Friedhof mehr statt«, sagt Altintop

Diesbezüglich sei auch im Januar 2020 die evangelische Kirchengemeinde von der Ordnungsbehörde angeschrieben worden. Sie habe daraufhin wiederum mitgeteilt, dass die Trauerzugschaltung von ihrer Seite nicht mehr benötigt werde.

Im Zuge der altersbedingten Überplanung der Ampelanlage hat Hessen Mobil bereits im November 2019 eine videogestützte Verkehrszählung vorgenommen, so Altintop. »Bei der Auswertung der Verkehrsbelastung hat sich bestätigt, das während des gesamten Zählzeitraums von 24 Stunden die Trauerzugfurt nur von 26 Fußgängern genutzt wurde und sich somit der Wegfall zusätzlich begründen lässt.

Die Ampel wurde zwischen Ende September und Ende November vergangenen Jahres um- und ausgebaut. Die gesamte Ampelanlage aus dem Jahr 1997 wurde komplett modernisiert und - zur Freude des VdK-Ortsverbands - barrierefrei ausgebaut, ausgestattet mit Blindenakustik und taktilen Bodenleitelementen an den übrigen Furten. Die Modernisierung hat laut Hessen Mobil rund 94 000 Euro gekostet.

VdK wünscht sich weiteren Umbau

Auch Günter Bohne ist froh über die neue Ampel. Etwas gewöhnungsbedürftig ist für ihn noch die zweifarbige Ampelschaltung für jene Autos, die von Richtung Waldschwimmbad auf der Weilstraße in den Ort fahren. »Sie hält die Linksabbieger zurück«, so Bohne.

Das nächste barrierefreie Umbau-Projekt aus Sicht des VdK ist der Umbau der Ampelkreuzung Bahnhofstraße/Breite Straße. Hier sollte ein Umbau in gleicher Weise angestrebt werden, riet der VdK in Richtung der städtischen Politik bereits im vergangenen Dezember.

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