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Noch sind die Plakatwände im Taunus weiß ? wie diese hier am Untertor in Bad Homburg. In Kürze werden uns von den Wänden die Kandidaten für die Kommunalwahl entgegenlächeln.

"Wahl-TÜV" segnet Bewerberlisten ab

Es ist angerichtet

Die letzte Hürde vor der Kommunalwahl am 6. März ist genommen. Alle Parteien und Wählergruppen, die sich für den Urnengang im Taunus angemeldet haben, wurden gestern auch von den Wahlausschüssen zugelassen. Und trotzdem ist es keine Wahl wie jede andere.

Die Statuten sind eindeutig: Am 58. Tag vor der Kommunalwahl müssen die Wahlausschüsse der Städte und Gemeinden die eingereichten Vorschläge der Parteien und Wählergruppen prüfen – und erst wenn der lokale „Wahl-TÜV“ seine Zustimmung erteilt hat, sind die Anwärter für die wichtige Abstimmung am Sonntag, 6. März, zugelassen. Dass nach der Anmeldung – die im aktuellen Fall bis Ende Dezember erfolgen musste – noch jemand durchfällt, ist selten und im Taunus auch anno 2016 nicht passiert. Lediglich einzelne Kandidaten mussten, in der Regel aufgrund fehlender Einwilligungen, gestrichen werden. Nach der Zulassung der gemeldeten Parteien und Gruppen steht dem Taunus ein munteres Rennen um die über 500 Mandate in den kommunalen Parlamenten ins Haus.

Im Kreistag wird es ein Novum geben. Während die Piraten die Segel streichen mussten und nicht mehr dabei sind, wird auf Kreisebene erstmals die AfD mitmischen. Für den Kampf um die 71 Sitze sind seit gestern zudem CDU, SPD, Grüne, FDP, FWG, Linke und Republikaner verbindlich zugelassen.

Die acht Kreistags-Bewerber sind allerdings mitnichten Rekord im Taunus. In Bad Homburg werben mit CDU, SPD, Grünen, FDP, BLB, Linke, AfD, Republikaner und der PfB von Peter Braun gleich neun Parteien und Wählergruppen um die Gunst der Bürger. Zu verteilen gibt es 49 Sitze in der Stadtverordnetenversammlung. Zudem werden wie bisher die Ortsbeiräte für Ober-Eschbach, Ober-Erlenbach und Dornholzhausen mit je neun Sitzen gewählt – und außerdem zum ersten Mal auch Ortsbeiräte für Kirdorf, Innenstadt, Berliner Siedlung/Gartenfeld und Gonzenheim.

In Oberursel sind 45 Plätze in der Stadtverordnetenversammlung zu vergeben. Dort bewerben sich CDU, SPD, FDP, Grüne, OBG, Linke und AfD um das Votum der Wähler. Wie gehabt sind auch die Ortsbeiräte für Weißkirchen, Stierstadt und Oberstedten mit je neun Abgeordneten zu wählen. Für die Ortsbeiräte bewerben sich AfD und Linke allerdings nicht.

In Steinbach treten lediglich die vier Parteien zur Wahl an, die auch in der aktuellen Stadtverordnetenversammlung vertreten sind: CDU, FDP, SPD und Grüne. Das Parlament hat 31 Sitze.

Sechs Parteien – CDU, SPD, Grüne, FDP, die Friedrichsdorfer Wählergemeinschaft (FWG) sowie die Linke – konkurrieren in Friedrichsdorf um die 37 Plätze in der Stadtverordnetenversammlung. Gewählt werden auch die vier Ortsbeiräte mit (jeweils) sieben Sitzen. Die Linken haben für diese keinen Wahlvorschlag eingereicht.

Für die 33 Sitze der Stadtverordnetenversammlung in Kronberg und die jeweils sieben Sitze in den Ortsbeiräten in den Stadtteilen Kronberg, Oberhöchstadt und Schönberg treten die Parteien und Listen an, die bereits in dieser Wahlperiode in den Gremien vertreten sind: CDU, SPD, Grüne, UBG, FDP und KfB. Für den Ortsbeirat Schönberg schicken die Grünen bei dieser Kommunalwahl allerdings keinen Kandidaten ins Rennen.

In Königstein geht, wie schon 2011, auch dieses Mal ein Quintett aus CDU, ALK, FDP, SPD und Grünen an den Start. Zu vergeben sind im Stadtparlament 37 Sitze. Hinzu kommen die Ortsbeiräte in Mammolshain, Falkenstein und Schneidhain, die jeweils neun Mitglieder zählen. Für die Königsteiner Kernstadt gibt es keinen Ortsbeirat.

Auch wenn die Grünen auf den „letzten Drücker“ noch einmal ihre Kandidatenliste geändert hatten (wir berichteten), hat auch in Glashütten alles seine Ordnung. Mit CDU, FWG, Grünen, SPD und FDP haben fünf Parteien und Gruppierungen ihre Unterlagen eingereicht, und alle haben grünes Licht für den 6. März bekommen. In der Gemeindevertretung sind 23 Plätze zu vergeben. Ortsbeiräte gibt es in der bevölkerungsmäßig kleinsten Taunusgemeinde nicht.

Die Kommunalwahl kann auch in Usingen kommen, denn alle Parteien haben laut Wahlausschuss alle Unterlagen abgegeben. Damit bewerben sich CDU, SPD, FDP, FWG und Grüne um die 37 Sitze im Stadtparlament und um die jeweils fünf Sitze in den Ortsbeiräten – mit Ausnahme von Michelbach, dort sind es drei Plätze.

Auch in Neu-Anspach ist alles glattgegangen. In der Kleeblattstadt bewerben sich diesmal nicht nur CDU, SPD, Grüne, FDP und FWG-UBN um die 37 Mandate in der Stadtverordnetenversammlung, sondern erstmals auch die Linken und die neu gegründete Bürgerliste Neue offene Wählergemeinschaft (b-now).

Die b-now ist auch in Schmitten das erste Mal dabei, wo außerdem FWG, CDU, Grüne, UBB, SPD und FDP um die 31 Sitze in der Gemeindevertretung kämpfen.

In Wehrheim wird es diesmal ein Vierkampf um die 31 Mandate in der Gemeindevertretung: CDU, SPD, Grüne und FDP treten an. Die Republikaner fallen also in jedem Fall aus dem Parlament, kandidieren aber in zwei der vier Ortsbeiräten.

Nachdem der bisherige FDP-Einzelkämpfer Joachim Löw das Handtuch geworfen hat, tritt die FDP in Grävenwiesbach nicht mehr an. Um die 23 Sitze im Gemeindeparlament und die Sitze in den sechs Ortsbeiräten bewerben sich damit CDU, SPD, FWG, Unabhängige Bürger und Grüne. Die Ortsbeiräte sind mit jeweils fünf Sitzen ausgestattet, nur im Beirat Grävenwiesbach sind’s sieben.

Statt 31 sind in Weilrod künftig nur noch 27 Gemeindevertreter zu wählen. Um die Mandate buhlen – wie schon 2011 – FWG, SPD, CDU und Grüne. Bei den Ortsbeiräten hingegen tut sich was. Für Cratzenbach (derzeit kein Beirat) gibt es genügend Kandidaten, dafür wird Winden künftig kein solches Gremium mehr haben. Dort hatten sich für die Wahl nur zwei Kandidaten gefunden. Zu wenig, die Wahl muss ausfallen. Somit werden nur in zwölf Ortsteilen Ortsbeiräte gewählt.

(red)

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