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Auch in Krisen stets einsatzbereit

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Bei der ersten Jahreshauptversammlung seit Corona stehen bei der Feuerwehr Neuwahlen und etliche Ehrungen und Beförderungen auf der Tagesordnung. © Kreutz

Ehrungen und Beförderungen bei Hauptversammlung der Feuerwehr

Oberreifenberg -Personell, technisch und in Sachen Ausbildung gut aufgestellt ist die Freiwillige Feuerwehr Oberreifenberg. Das ist wichtig. Denn Wehrführer Martin Ringwald sagte zur Begrüßung zur ersten Jahreshauptversammlung nach drei Jahren: "Die Gesellschaft erwartet, dass wir da sind, egal ob Corona ist oder Ukrainekrise." Mit so vielen Neuerungen und Unsicherheiten wie noch nie in diesen besonderen Zeiten, könnten er und die Kameraden umgehen.

"Wütend bin ich darüber, dass ein Kamerad während eines Einsatzes auf der Straße angefahren wurde", so der Wehrführer. Für die ungebrochene Einsatzbereitschaft dankten den Aktiven Erster Beigeordneter Hartmut Müller, der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Ingo Marx und Dr. Bastian Hirsch für den Kreisfeuerverband.

Die Zahl der aktiven Mitglieder war zwischen 2019 und 2021stabil und zählte zuletzt 28 Kameraden. In diesem Jahr gab es schon fünf Neueintritte und zwei Austritte. An der Tageseinsatzstärke müsse noch gearbeitet werden. Bei den Einsätzen ist die Zahl der Hilfeleistungen gestiegen, vor allem nach Sturmschäden. "Waldbrände als Dauerthema halten uns immer wieder auf Trab", so Ringwald.

Dessen Stellvertreter Jochen Kiebler wurde einstimmig wiedergewählt. Befördert wurden David Herr zum Feuerwehrmann, Lukas Gaeta zum Oberfeuerwehrmann sowie Matthias Freiboth und Dr. Bastian Hirsch zu Hauptfeuerwehrmännern.

Wichtig ist, dass es für die Einsatzabteilung regelmäßig Nachwuchs aus der Jugendwehr gibt. Jugendwart Volker Niebergall ist es gelungen, trotz Einschränkungen wegen der Pandemie das Interesse der aktuell 18 Kinder und Jugendlichen am Feuerwehrwesen wach zu halten. Die von Carola Herr geleitete Miniwehr hat Anfang des Jahres sechs Mädchen und Jungs an die Jugendwehr abgegeben, besteht jetzt nur noch aus fünf Kindern, begrüßt aber nach den Sommerferien drei Anfänger.

170 Mitglieder

sind zu wenig

Nicht zufrieden ist Vorsitzender Alexander Beuth mit nur 170 Vereinsmitgliedern im größten Ortsteil der Großgemeinde. Zum Glück sei die Spendenbereitschaft hoch. Ohne Spenden stünde der Verein, der in diesem Jahr den 25 Jahre alten Mannschaftstransportwagen ersetzen muss, finanziell längst nicht so gut da. Denn seit Corona sind alle Veranstaltungen wie Schlachtest und Fasching ausgefallen. Nur die Bewirtung bei den Pflanztagen für den Herzenswald hat zusätzlich etwas in die Kasse gebracht. Während Corona haben die Kameraden in Eigenhilfe den Aufenthalts- und Schulungsraum renoviert und neben dem Eingang einen öffentlich zugänglichen Defibrillator angebracht. Der Feuerwehrverein hat auch die Federführung bei der Erneuerung der Lichtanlage in der Jahrtausendhalle übernommen und dafür ein Preisgeld von der Bürgerstiftung erhalten. Ausgediente Schere und Spreizer wurden in die Ukraine gespendet. Die Wiederwahl des Vorstandes war eine Formalie. Alexander Beuth bleibt an der Spitze, Carola Herr zweite Vorsitzende und Bernhard Eschweiler Kassenwart. Silvio Seeger ist neuer Schriftführer, Raimond Beuth neuer Sprecher der Alters- und Ehrenabteilung. Beisitzer wurden Christian Gieß, Bianca Androsko und Daniel Horwarth dazu. Als nächste Veranstaltung steht am 9. Juli der Tag der offenen Tür bei der Oberreifenberger Wehr auf dem Programm. evk

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